Kerkel-Stiftung plant Kooperation mit Krankenhaus Agatharied

Unterstützung für telefonische Demenzberatung

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Drei Jahre sind seit der Gründung der Waakirchner Altlandrat-Norbert-Kerkel-Stiftung vergangen. Jetzt will sie sich langfristig für ein Projekt am Krankenhaus Agatharied engagieren: eine Telefon-Beratung zum Thema Demenz.

WaakirchenDie Kerkel-Stiftung entstand in dem Gedanken, das geistige Erbe des Waakirchners zu bewahren. Nun will die Stiftung ein Projekt des Krankenhaus Agatharied finanziell unterstützen: „Eine telefonische Beratung zum Thema Demenz“ erklärt Simone Kerkel, Schriftführerin des etwa 50 Mitglieder starken Fördervereins, der die Stiftung betreut. 

Wie die Beratung im Detail aussieht, wird bei einer Einführungs-Veranstaltung erklärt, die am 14. März in Agatharied stattfindet. Klar ist bereits: Am Telefon werden Experten sitzen, die über Netzwerke aufklären und Wegweiser für Betroffene und Angehörige sein können. Die Kerkel-Stiftung finanziert die fachkundige Telefon-Beratung mit 4000 Euro, verteilt über zwei Jahre.

Eine Kooperation mit dem Krankenhaus bietet sich für die Kerkel-Stiftung an. Der Bau der Klinik im Grünen war das Herzensprojekt Kerkels, der von 1987 bis 2008 Miesbacher Landrat war. Zuvor, von 1984 bis 1987, hatte Kerkel das Amt des Waakirchner Bürgermeisters inne. Am 12. Juni 2008 starb er nach langem Krebsleiden. Seine Herzenswärme und Hilfsbereitschaft sind unvergessen. An Norbert Kerkel erinnert ein 288 Seiten starkes Buch, dessen Verkaufserlös in die Stiftung fließt.

Deren Start ermöglichte die Aktion „Leser helfen Lesern“ unserer Zeitung im Jahr 2011. 54 000 Euro flossen im März 2012 an den Sozialen Verein Altlandrat Norbert Kerkel. Gegründet wurde die Stiftung schließlich mit einem Kapitalstock von 75 000 Euro.

Stiftungszweck ist die Unterstützung sozialer Projekte im Landkreis Miesbach, insbesondere die Unterstützung des Freundeskreises des Krankenhauses Agatharied, des Haus Bambi der Lebenshilfe und der Bergwachten im Landkreis. Auch die Einzelfallhilfe für Bedürftige aus dem Landkreis hat sich die Stiftung auf die Fahnen geschrieben. Doch die gestaltet sich in der Praxis schwierig, wie Simone Kerkel berichtet.

Mit der Demenzberatung unterstütze die Stiftung nun ein nachhaltiges Projekt im Sinn von Norbert Kerkel, meint sie. Entwickelt habe es in Abstimmung mit dem Krankenhaus Stiftungsvorstand Ralf Huss. Die Vorbereitung habe rund ein Jahr gedauert. Mit der Aktion will der Förderverein der Stiftung auch um weitere Mitglieder und Unterstützung werben.

Rubriklistenbild: © dpa

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