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Waakirchen leidet unter der Verkehrsbelastung.

Waakirchner Gemeinderat schaltet Berater ein

Verkehrsentlastung: Experte soll Varianten bewerten

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Tunnel oder Umfahrung: Das Staatliche Bauamt hat neun Varianten vorgestellt. Nun soll der Waakirchner Gemeinderat die Weichen für die weitere Planung stellen. Dazu schaltet er einen Berater ein. 

WaakirchenNeun Varianten zur Verkehrsentlastung von Waakirchen hat das Staatliche Bauamt Rosenheim vorgestellt. Die billigste kostet 7,67 Millionen Euro, die teuerste, ein Ortstunnel, 116 Millionen Euro. Aber welcher Vorschlag soll zum Tragen kommen? Die Richtung vorzugeben, ist zunächst Sache des Waakirchner Gemeinderats. Der werde sich nun mit seinem Berater, Verkehrsplaner Helmuth Ammerl vom Büro Obermeyer, zusammensetzen, erklärt Bürgermeister Sepp Hartl. Es gehe darum, die beste Lösung zu finden. Dazu bedürfe es der Bewertung durch den Experten. „Wir brechen da jetzt nichts übers Knie“, versichert Hartl. Der Gemeinderat wolle sich Zeit nehmen, alle Varianten unter die Lupe zu nehmen. „Aber die billigste Lösung wird es sicher nicht“, meint Hartl. Die verbrauche viel zu viel Fläche.

Grundsätzlich gelte: Der Gemeinderat favorisiert einen Tunnel– außer, es ergibt sich eine bessere Lösung. Die Entscheidung, so der Bürgermeister, werde der Gemeinderat nicht nur auf der Grundlage des Expertenrats treffen. „Wir binden die Bürger mit ein“, versichert Hartl. Er plane eine große Versammlung zu diesem Thema. Einen Zeitpunkt könne er noch nicht nennen. Aber es eile auch nicht: Das Staatliche Bauamt habe zugesichert, der Gemeinde zeitlich Luft zu lassen.

Bereits am Donnerstag, 19. Juli, stellt die Bürgerbewegung Entlastung der B 472 das weitere Vorgehen bei einem Info-Abend zur Diskussion. Beginn ist um 19.30 Uhr im Pfarrheim. Auch Bürgermeister Hartl wird dabei sein. Er wolle alle Meinungen hören, erklärt Hartl. Die Argumente der Bürgerbewegung ebenso wie die der Bürgerinitiative Verkehr. Letztere hatte sich in der Vergangenheit  für eine Umgehungsstraße stark gemacht. Für die Bürgerbewegung kommt nur ein Tunnel in Frage. Für den gibt es auch eine etwas günstigere Variante: 69,91 Millionen Euro soll ein Südtunnel kosten. Klar ist: Wenn sich die Gemeinde für einen Tunnel entscheidet, muss das Projekt vom Bund neu bewertet werden. Der Verkehrswegeplan sieht eine Umgehung vor. Hartl scheut die Neubewertung nicht: Er will die Politik in die Pflicht nehmen.

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