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Waakirchen ist schwer vom Verkehr belastet. 

Schreiben an den Gemeinderat 

Verkehrsentlastung für Waakirchen: Bürgerinitiative  kämpft um schnelle Lösung

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Der Waakirchner Gemeinderat hat eine oberirdische Südumfahrung abgelehnt. Für die Bürgerinitiative Verkehr wirft das viele Fragen auf.

WaakirchenFür die Bürgerinitiative „Verkehr in der Gemeinde Waakirchen“ (BI) schien die Lösung zum Greifen nah: Im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 hat der Bau einer Waakirchner Südumfahrung höchste Priorität. Doch deren Realisierung hat der Gemeinderat im Dezember geschlossen abgelehnt. Wie berichtet, strebt das Gremium auf Empfehlung

von Fachberater Helmuth Ammerl statt einer einfachen Lösung für knapp acht Millionen Euro den Bau einer in die Erde

versenkten Trasse für etwa 83,5 Millionen Euro an. Das will die BI so nicht stehen lassen. In einem Schreiben an den Gemeinderat hakt die Initiative nach.

Verkehrsentlastung für Waakirchen: Ist eine in den Boden versenkte Südumgehung machbar?

Triebfeder ist die Befürchtung, dass mit der Forderung nach der teuren Lösung sehr lange nichts zur Entlastung Waakirchens vom Verkehr passieren wird. Die Gemeinde möge den neuen Vorschlag in einer Machbarkeitsstudie prüfen und bewerten lassen, fordert die BI in ihrem Schreiben. Sie wolle dazu einen Antrag stellen.

Eine Abstimmung dazu erübrigte sich. Das Staatliche Bauamt Rosenheim werde alle Prüfungen veranlassen, wenn das ökologische Gutachten vorliege, machte Geschäftsleiter Markus Liebl klar. Den Beschluss, ein solches Gutachten erstellen zu lassen, hatte die Gemeinde mit der Entscheidung für die Vorzugsvariante gefasst. Es soll Argumente für die Durchsetzung der kostspieligen Trog- und Tunnellösung liefern.

Ökologisches Gutachten soll Argumente für Trog- und Tunnellösung liefern

„Wir kommen nur mit einem ökologischen Gutachten weiter“, betonte Bürgermeister Sepp Hartl (FWG). Geschäftsleiter Liebl merkte an, er habe sich beim Staatlichen Bauamt bereits nach in Frage kommenden Gutachtern erkundigt, aber noch keine Antwort erhalten. Auf die Auskünfte der staatlichen Stelle allein will sich Andreas Hagleitner (FWG) ohnehin nicht verlassen. Die Gemeinde suche unabhängige Experten. „Wir werden sehr aufpassen, an wen wir das Gutachten vergeben“, versicherte Hagleitner.

Von den Sorgen der BI weiß Hagleitner nicht nur durch den neuerlichen Brief. Zur öffentlichen FWG-Fraktionssitzung seien diesmal zwei Vertreter der BI gekommen, berichtete Hagleitner. Er beteuerte: „Wir wollen eine Verbesserung der Verkehrssituation erreichen.“ Die oberirdische Lösung des Staatlichen Bauamts habe dem Gemeinderat jedoch nicht gefallen. Eine Aussage, die Balthasar Brandhofer (ABV) unterstrich: „Ich verstehe wirklich nicht, dass die BI auf dieser Billiglösung beharrt.“ Diese belaste Hauserdörfl, wo sogar Vertreter der BI wohnten. Einer Lösung zu Lasten anderer Ortsteile werde er niemals zustimmen, so Brandhofer.

Verkehrsentlastung für alle Ortsteile angestrebt

„Wir wollen das Beste für die Gemeinde, und da gehören alle Ortsteile dazu“, bekräftigte Hagleitner. Eine schnelle Lösung sieht er ohnehin nicht. Seiner Einschätzung nach wird es 15 bis 25 Jahre dauern, bis die Straße gebaut ist. „Das werden einige von uns nicht mehr erleben“, meinte Hagleitner mit einem Blick in die Runde.

Eine Billiglösung kommt auch für Rudi Reber (ABV) nicht in Frage. Andernorts würden hunderte von Millionen verbaut, erinnerte er. „Es kann nicht sein, dass wir mit sieben, acht Millionen abgespeist werden.“

Viele Fragen wirft die BI in ihrem Schreiben auch zur Analyse Ammerls und zum Inhalt des ökologischen Gutachtens auf. Er habe dazu bereits eine Stellungnahme Ammerls angefordert, berichtete Liebl. Vom Tisch wischen will der Gemeinderat die Bedenken nicht. Realisieren lasse sich eine Planung auch nur, wenn sie vom Bürger gewollt sei, meinte Hagleitner: „Ganz Waakirchen muss geschlossen hinter dem Vorschlag stehen, sonst wird das nichts.“

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