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Die Ortsmitte von Wakirchen

Wohnbaugesellschaft Waakirchen 

Hagleitner führt weiter die Regie

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Amtswechsel bei den Gemeinderäten, doch bei der Wohnbaugesellschaft Waakirchen (WBW) bleibt alles wie gehabt: Dessen Verwaltungsrat wird weiter von  FWG-Gemeinderat Andreas Hagleitner geführt. 

Waakirchen – Hagleitner zur Seite stehen Hermann Mair, derzeit noch SPD-Gemeinderat, sowie Noch-Bürgermeister Sepp Hartl (FWG). Dem Verwaltungsrat gehören aber auch der neue Bürgermeister Norbert Kerkel (FWG), Rudi Reber (ABV), Erwin Welzmiller und Robert Englmann (beide CSU) an. Gemeinsam ist Großes zu bewältigen: Das Kommunalunternehmen (KU) stemmt den rund 2,5 Millionen Euro teuren Bau des neuen Waakirchner Feuerwehrhauses. Es gibt viel zu tun, der erste Spatenstich am Kreisel in Hauserdörfl soll bald gesetzt werden.

Andreas HagleitnerVorsitzender des KU- Verwaltungsrats

Kein guter Zeitpunkt also, um die Mannschaft auszuwechseln, meint Bürgermeister Hartl. Der Gemeinderat habe darum in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen, an der Struktur des KU bis zum Ende dieses Jahres nicht zu rütteln. Dies verschaffe dem neuen Gemeinderat Zeit, sich mit dem Thema zu befassen und die Weichen ab 2021 neu zu stellen.

In der Vergangenheit hat das KU für viel Diskussionsstoff im Gemeinderat gesorgt. Gegründet wurde das Unternehmen nach kontroversen Debatten schließlich 2015. Im ersten Jahr arbeiteten die Verwaltungsräte ehrenamtlich. Später wurde eine Aufwandsentschädigung vereinbart, die sich an den Tarifen für Gemeinderäte orientiert. Pro Sitzung und Nase gibt es 35 Euro. Für Aufgaben, die sonst an Externe vergeben würden, ist ein Stundenlohn von 35 Euro vereinbart.

Lesen Sie hier: Bürgerstiftung Waakirchen gegründet

Seit Juni 2018 ist Luitpold Grabmeyer, Kommunalkundenbetreuer der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee, Vorstand des Unternehmens. Bis dahin hatte der Verwaltungsrat unter der Führung Hagleitners die WBW allein geführt. Offiziell hat der Verwaltungsrat nur noch eine Kontrollfunktion. Tatsächlich hält Hagleitner beim Bau des Feuerwehrhauses ebenso die Fäden in der Hand wie bei den ersten Projekten der WBW.

Dabei hat er viel zuwege gebracht. Bereits 2016 zog das KU zwei Wohnhäuser am Michael-Schreiber-Weg in Schaftlach hoch. Es entstanden acht Wohnungen, die zehn Jahre lang als Domizil für Flüchtlinge dienen. Der Freistaat zahlt eine ordentliche Miete und damit die Häuser ab. Danach stehen die Wohnungen für die Vermietung an Einheimische zur Verfügung. Das Projekt gefiel nicht allen. In Schaftlach gab’s viele Proteste gegen die Flüchtlingsunterkunft.

Das zweite Projekt war die Sanierung des alten Bahnhauses mit fünf Wohnungen in Schaftlach. Die Gemeinde hatte es im Dezember 2016 günstig erwerben können. Seit Ende 2017 sind die Wohnungen vermietet.

Das größte Projekt der WBW wäre der Wohnungsbau in der Waakirchner Ortsmitte gewesen. Doch die Pläne von Architekt Hans Hagleitner wanderten in die Schublade. Ein Bürgerentscheid im Juli 2019 kippte den Entwurf für einen Komplex mit 30 Wohnungen, Läden, einem Dorfplatz und Tiefgarage. Die Fläche beim Bäckervoitl soll nun mit Bürgerbeteiligung neu entwickelt werden.

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jm

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