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Geringe Beteiligung: Im Vergleich zum Vorjahr fanden deutlich weniger Waakirchner den Weg zur Bürgerversammlung in der Schulturnhalle. 

Bürgerversammlung

Waakirchen: Dauerthema Ortsumfahrung

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Bei der Bürgerversammlung in Waakirchen brannte den Bürgern vor allem ein Thema unter den Nägeln: der Verkehr. Auch die Frage des Lärmschutzes bei einer Ortsumgehung tauchte auf.

Waakirchen – Die Bürger von Waakirchen beschäftigt vor allem ein Thema ganz besonders: die Ortsumfahrung. Dies wurde im Zuge der Bürgerversammlung in der Waakirchner Schulturnhalle am Montagabend erneut deutlich. Trotz diverser Reibereien in der Vergangenheit waren sich Lars Hülsmann, Sprecher der „Bürgerbewegung Entlastung B 472“, und Waakirchens Bürgermeister Sepp Hartl in einem Punkt einig: Es gilt, Einigkeit zu zeigen.

Schon im Zuge seines Vortrags hatte Hartl das Dauerthema Ortsumfahrung angesprochen. Die Gemeinde habe bereits zwei Angebote von Ingenieurbüros für eine Beratung eingeholt. Wer den Zuschlag bekommen soll, darüber werde sich der Gemeinderat dann in seiner nächsten Sitzung beraten. „Wir sind alle keine Ingenieure oder Geologen, deswegen brauchen wir Fachleute“, sagte Hartl.

Auf die Raumverträglichkeitsstudie, die das Staatliche Bauamt Rosenheim bereits im Sommer 2016 in Auftrag gegeben hatte, wartet die Gemeinde indes noch immer. „Bereichsleiter Christian Rehm hat zugesichert, dass die Studie im Juni oder Juli vorliegen soll“, erklärte Hartl. Deren Ergebnis will der Bürgermeister abwarten, ehe sich die Gemeinde für eine der möglichen Lösungen ausspricht. „Ich will erst wissen, wo die Reise hingeht“, sagte Hartl. „Es geht darum, die beste Lösung für die Gemeinde zu finden.“ Ein Vorankommen sei aber nur dann möglich, wenn sich alle einig sind. „Die Herren am Staatlichen Bauamt warten nur darauf, dass wir uns gegeneinander stellen.“

Hülsmann berichtete von einem Schulterschluss von Bürgerbewegung und der Bürgerinitiative „Verkehr in der Gemeinde Waakirchen“. „Wir haben uns die Hand gereicht“, sagte der Sprecher der Bürgerbewegung. „Wir glauben an den Tunnel, da wäre es dumm zu streiten.“ Es gehe darum, ein Ziel zu formulieren, hinter dem alle stehen. „Wir können nur dann mitwirken, wenn wir Einigkeit zeigen.“ Dafür brauche der Gemeinderat seine Bürger und umgekehrt.

An der Diskussion hatte sich auch die Bürgerinitiave beteiligt. Auf die Frage, ob die Gemeinde bereit sei, auf der künftigen Ortsumfahrung zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen oder Einhausungen selbst zu finanzieren, wollte Hartl keine verbindliche Antwort geben: „Wir wissen noch gar nichts. Der Gemeinderat wird sich damit befassen, ich kann aber nichts versprechen.“

Gegenüber Andreas König, der wissen wollte, wie die Gemeinde hinsichtlich fehlender Krippenplätze vorgehen werde, machte Hartl ein Versprechen: „Das werden wir in der nächsten Gemeinderatssitzung schnellstmöglich umsetzen.“ Man werde ein Ingenieurbüro beauftragen. Laut König fehlen im Erika-Sixt-Kindergarten in Schaftlach derzeit sieben Krippenplätze – dadurch hätten Eltern keine Planungssicherheit.

Angesichts der Veränderungen von Bauvorhaben in Richtung Verstädterung forderte Thomas Fürst den Erlass einer Gestaltungssatzung. Auch hier sicherte Hartl eine Diskussion im Gemeinderat zu, merkte aber an: „Über die Ortsteile, die noch ursprünglicher sind, kann man schon etwas drübermachen.“ Bei bereits bebauten sei das aber schwierig.

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