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Kurs aufs Jubiläum nimmt der Trachtenverein Schmied von Kochel & Bodenschneid Waakirchen-Hauserdörfl – hier gemeinsam im Gleichschritt beim Festzug zum Gaufest 2016 in Bad Aibling.

Festwoche und Gaufest stehen bevor

100-Jahr-Feier krönt die Fusion der Trachtler in Waakirchen und Hauserdörfl

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Mit einer Festwoche und als Gastgeber des Gaufests 2019 des Oberlandler Gauverbands feiern die Trachtler in Waakirchen und Hauserdörfl ihr 100-Jähriges. Ein Blick aufs Programm.

Waakirchen – Offiziell ist es der 100. Geburtstag. Doch eigentlich sind es 199 Jahre Vereinsgeschichte, die vom 24. bis 28. Juli in Waakirchen gefeiert werden und die Gemeinde Waakirchen zum Zentrum der Trachtenbewegung im Oberland machen. Ein rundes Jubiläum, das der Fusion der beiden Trachtenvereine „Schmied von Kochel“ aus Waakirchen und der „Bodenschneidler“ aus Hauserdörfl heuer die Krone aufsetzt. „Nach Jahren des gemeinsamen Ausrückens war die Fusion und dann das Zusammenwachsen der Vereine schon etwas Besonderes“, sagt Roland Kostkan, Vorsitzender des neuen Vereins „Schmied von Kochel & Bodenschneid“ Waakirchen-Hauserdörfl. Zusammen mit 520 Mitgliedern freut er sich darauf, nicht nur das Jubiläum, sondern zugleich auch das traditionelle Oberlandler Gaufest feiern zu können. 5000 Trachtlerinnen und Trachtler werden erwartet, dazu unzählige Besucher, die miterleben können, wie aktive und ehrliche Brauchtumspflege sowie Liebe zu Heimat und Tracht aussehen.

Die Organisation der Festwoche ist ein Kraftakt. Auf- und Abbau des Festzelts an der Miesbacher Straße, der 2,7 Kilometer lange Festzug durch den Ort und überhaupt die ganze Festwoche mit Rahmenprogramm müssen gestemmt werden.

Zum Jubiläum der Trachtler in Waakirchen und Hauserdörfl ist auch eine Festschrift erschienen

Trachtler anno dazumal: Die Bodenschneidler auf einem historischen Foto, als sie sich zum Maitanz in Hauserdörfl trafen.

Natürlich wurde fürs Jubiläum auch die Vereinsgeschichte für eine Festschrift aufbereitet. „Wir haben anderthalb Jahre daran gearbeitet und dafür viele Bücher gewälzt“, sagt Georg Schmidt, federführend für das siebenköpfige Festschriftteam. 500 Exemplare sind aufgelegt und für je fünf Euro in allen Geschäften in Waakirchen und Schaftlach zu haben. Schmidt ist inzwischen Experte für 1000-Jahr-Feiern: Er spielt mit bei der Knappenkapelle Marienstein-Waakirchen, die heuer ebenfalls ihr Hundertjähriges feiert – unter anderem bei einem Musikantentreffen am 24. Juli zum Auftakt der Festwoche.

Die ganze Historie ist in der Festschrift nachzulesen. Sie beginnt am Fronleichnamstag 1919, als sich ein paar Dirndln und Burschen beim „Alten Wirt“ in Waakirchen zur Gründung eines Trachtenvereins trafen. Nachdem 1905 schon das Oberländerdenkmal, der Löwe, errichtet worden war, um der Gefallenen der Sendlinger Mordweihnacht von 1705 und dem Anführer des Aufstands, dem „Schmied von Kochel“ zu gedenken, sollte auch der neue Trachtenverein diesen Namen tragen.

Nur wenige Monate später saßen vier junge Männer im Gasthaus Knabl beisammen und beschlossen, dass es auch in Hauserdörfl an der Zeit sei, einen Trachtenverein zu gründen. Das Wirtshaus war als Vereinslokal ideal, verfügte es doch über einen Tanzsaal und eine Bühne. Gerade recht, um Volkstanz und das Theaterspiel pflegen zu können. Ließ man das Auge aus dem Wirtsgarten schweifen, blieb es unweigerlich an der links neben dem Wallberg liegenden Bodenschneid hängen. Der Name war also gefunden.

Auch interessant: Vom Brandner Kaspar bis zum Schmied von Kochel: Warum uns Mythen bis heute so faszinieren

Schon einmal in ihrer Vereinsgeschichte, 1933, erlebten die Bodenschneidler eine Fusion mit den Waakirchnern. Eine der ersten Amtshandlungen des Nachkriegsvorstands war es dann, den Verein wieder der Eigenständigkeit zuzuführen. 1954 konnte sogar ein eigenes Trachtenheim eingeweiht werden, das auch heute noch jeden Freitag von 16 bis 22 Uhr für die Allgemeinheit geöffnet ist. Dass die Hauserdörfler über dieses Vereinsheim verfügen, war ein Glücksfall für die Waakirchner. Deren Plattlerraum im Bauhof stand ab 2018 nicht mehr zur Verfügung. Und so finden die Jugend - und Plattlerproben im Vereinsheim der Hauserdörfler statt. Inzwischen ist man eh zusammengewachsen, absolviert die Pflichttermine, belebt das Theaterspiel, betreut den Nachwuchs und versucht, die Jugend zu begeistern. Das Maibaumaufstellen und das beliebte Waldfest im Schopfloch sowie Ausflüge beleben den Zusammenhalt.

Höhepunkt ist jetzt die 100-Jahr-Feier. Zudem ist es eine Ehre, den 108. Gauheimattag ausrichten zu können. Dass die Waakirchner das können, haben sie schon 1994 bewiesen: Beim 75. Gründungsfest des Vereins „Schmied von Kochel“ fand das Gaufest erstmals in Waakirchen statt.

Die Festwoche zum Jubiläum des Trachtenvereins Waakirchen/Hauserdörfl

Mittwoch, 24. Juli: 

Ab 19 Uhr Musikantentreffen im Festzelt zum 100-jährigen Bestehen der Knappenkapelle Marienstein-Waakirchen mit der Schützenkapelle Reichersbeuern und den Gmunder Dorfmusikanten. 

Donnerstag, 25. Juli: 

Ab 19 Uhr Tanzlmusitreffen im Festzelt mit der Tegernseer Tanzlmusi, den Weiß’ngroanan, der Doiwinkel-Musi und der Oimsummamusi. 

Freitag, 26. Juli: 

Ab 19 Uhr Klappermann-Party mit den Bandits. 

Samstag, 27. Juli: 

Jubiläumstag zum Trachtenjubiläum. Ab 13 Uhr Jugendnachmittag der Gaugruppe Tegernseer Tal, 19 Uhr Totengedenken an der Pfarrkirche St. Martin Waakirchen, ab 20 Uhr Gauheimattag mit den Waakirchner Sängern, der Zithermusi Brandhofer, den Sagschneider Malan, der Werkschdod Musi, der Musikkapelle Waakirchen, der Jugend- und Plattlergruppe und den Waakirchner Goaßlschnoizan. Ansager: Hausl Brandhofer. 

Sonntag, 28. Juli: 

Ab 8 Uhr beginnt das Oberlandler Gaufest mit dem Empfang der Vereine und der Trachtenschau. Um 10 Uhr Festgottesdienst und Festzug, danach Ehrentänze im Festzelt und Festausklang mit der Knappenkapelle Marienstein-Waakirchen. Die Gemeinde bittet, die Häuser zu beflaggen und zu schmücken.

Straßensperrung für Festwoche und Gaufest in Waakirchen

Sperrung: Von 22. Juli, 19 Uhr, bis 30. Juli, 12 Uhr, wird die B 472 von der Einmündung Tegernseer/Schaftlacher Straße bis Kammerloher Kreisel in beiden Richtungen gesperrt (Zufahrt zu Parkplätzen frei). Am Sonntag, 28. Juli, wird die gesamte Ortsdurchfahrt von 7 bis 16 Uhr gesperrt (Umleitung beschildert).

Alle Sperrungen auf Straßen und Schienen im Landkreis finden Sie stets aktuell in unserem Überblick.

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