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Hier sollen die beiden Häuser entstehen.

Sie sollen in nur sechs Monaten entstehen

Gemeinde baut zwei Asyl-Häuser in Schaftlach

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Waakirchen - Jetzt ist es amtlich: Die Gemeinde Waakirchen wird heuer zwei Häuser bauen, in die zunächst Flüchtlinge, dann sozial schwache Bürger einziehen sollen. Beide Gebäude entstehen in Schaftlach.

Das Kommunalunternehmen Wohnungsbaugesellschaft Waakirchen macht Tempo. Im September oder Oktober sollen auf dem gemeindlichen Grundstück beim Schaftlacher Friedhof zwei neue Häuser mit je vier Wohnungen stehen. Einziehen dürfen in der ersten Phase Asylbewerber. Anschließend stehen die Häuser für Einheimische mit kleinem Geldbeutel zur Verfügung. 

„Wir starten jetzt die Ausschreibung“, erklärt Andreas Hagleitner. Der FWG-Gemeinderat ist Vorsitzender des Verwaltungsrats, der das Projekt bei einer Sitzung am Donnerstag auf den Weg gebracht hat. Ob der Zeitplan zu halten ist, hängt stark davon ab, ob die Ausschreibung hin zu guten Angeboten führt. Es sei nicht einfach, Firmen zu bekommen, meint Hagleitner: „Die Bauwirtschaft hat Hochkonjunktur.“

Die Bauzeit selbst werde maximal sechs Monate betragen. Vorgesehen sind Holz- oder Ziegelhäuser. „Fertigbauten gibt es für unsere Zwecke nicht“, erklärt Hagleitner. Man habe von zwei Architekten Pläne zeichnen lassen. Auch die Zusammenarbeit mit den Behörden sei sehr gut, meint Hagleitner. Das Unternehmen werde jetzt einen Mietvertrag mit dem Freistaat erarbeiten. 

Maximal zehn Jahre lang sollen die Häuser als Flüchtlingsheim dienen. Etwa 35 Asylbewerber werden dort wohnen. Die Miete, die das Gemeinde-Unternehmen dafür bekommt, dient als Baufinanzierung. Wie hoch die Investitionskosten sind, lässt sich Hagleitner zufolge erst nach Ende der Ausschreibung sagen. Fest steht hingegen schon, was auf der Bautafel stehen wird: „Hier baut die Gemeinde für die Zukunft unserer Bürger.“ Ein Slogan, der klarmachen soll, warum für die Asylbewerber keine Container aufgestellt, sondern massive Häuser gebaut werden. „Weil es nachhaltig ist“, sagt Hagleitner. Container würden am Ende einfach abgebaut, die Häuser bleiben. Wenn die Flüchtlinge ausziehen, stehen acht etwa 50 Quadratmeter große, behindertengerechte Wohnungen bereit, in die dann zum Beispiel Senioren mit kleiner Rente einziehen können. 

In Waakirchen ist übrigens derzeit kein Neubau geplant. Dort sind jetzt schon etwa 30 Asylbewerber im Untergeschoss der Turnhalle und in Privathäusern untergebracht. Damit, so Hagleitner, sei das Versprechen, die Asylbewerber gleichmäßig zu verteilen, schon erfüllt.

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