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Keine schönen Klänge sind dem alten Klavier der Kleinkunstbühne mehr zu entlocken. Die Kultur-Initiative schafft nun mit Hilfe der Gemeinde einen neuen Flügel an.

Altes Instrument eine Zumutung für die Ohren

Kleinkunstbühne braucht neuen Flügel

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Waakirchen - Das Klavier der Waakirchner Kleinkunstbühne ist ein Fall für die Schrottpresse. Ein neuer Flügel muss her. Die Gemeinde hat ihre Unterstützung zugesagt.

Einen genialen Pianisten habe die Kleinkunstbühne Waakirchen in der Schulaula zu Gast gehabt, schilderte Organisator Hugo Eder in einem Brief an den Waakirchner Gemeinderat. Doch leider war das Klavier nachhaltig verstimmt, was den Kunstgenuss schwer beeinträchtigte. In Ordnung bringen lässt sich das Instrument nicht mehr. Es ist ein Fall für die Schrottpresse.

Die Kleinkunstbühne will nun einen Flügel anschaffen. Gebraucht, denn ein neuer wäre nicht zu finanzieren. Aber auch ein gutes Stück aus zweiter Hand, für 4000 bis 5000 Euro zu haben, übersteigt die Möglichkeiten der Kultur-Initiative. Die Bitte an den Gemeinderat, die Anschaffung zu unterstützen, fand Gehör. Einstimmig bewilligte das Gremium bei seiner jüngsten Sitzung einen Zuschuss in Höhe von 4000 Euro.

Damit setzte sich ein Vorschlag von Andreas Hagleitner (FWG) durch. Sein ABV-Kollege Rudi Reber hatte zuvor eine Förderung in Höhe von 5000 Euro beantragt, was jedoch nur drei Befürworter fand. Mit den 4000 Euro ist es für den Verein allerdings nicht getan. Auch der Transport des Instruments kostet viel Geld – etwa 3000 Euro. Zudem ist die Entsorgung des alten Klaviers zu organisieren. Allerdings haben sich wohl schon Sponsoren gefunden, die beim Flügel-Kauf mithelfen. 500 Euro will die Kleinkunstbühne dem Antrag zufolge selbst beisteuern.

Die Notwendigkeit der Anschaffung war im Gemeinderat unstrittig. Ein Klavier, aus dem nur falsche Töne kommen, sei unzumutbar, meinte Rudi Reber (ABV). Zudem habe die Kleinkunstbühne Unterstützung verdient. „Was der Verein für die Gemeinde macht, ist eine unschätzbare Leistung.“ Außerdem, so fügte sein Fraktionskollege Balthasar Brandhofer hinzu, profitiere auch die Schule vom Austausch des alten Klaviers, das schon länger Ohrenweh bereite. Ein Flügel sei allerdings sehr groß. Vielleicht müsse man aus Platzgründen eher wieder ein Klavier anschaffen. Letzteres wurde nicht weiter diskutiert.

Die Regie in Sachen Instrument-Beschaffung liegt bei der Kleinkunstbühne, die für die gesamte Abwicklung verantwortlich zeichnet. Die Chancen, einen guten gebrauchten Flügel zu bekommen, stehen laut Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) nicht schlecht. Es gebe eine Initiative, die Flügel aus privater Hand – oft wenig geschätzte Erbstücke – an kleine Bühnen vermittle. Denn dort machen sie noch einmal vielen Menschen Freude statt als sperriges Möbelstück zu verstauben.

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