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Bei der Gründung der Oberlandenergie.

Bitte um Vorstellung im Gemeinderat abgelehnt 

Waakirchen will von Oberlandenergie nichts wissen 

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Waakirchen - Die  „17er Oberlandenergie GmbH“ ist ein Verbund von kommunalen Energieversorgern. Die junge Gesellschaft hätte sich gern in Waakirchen vorgestellt. Doch da gab's eine  klare Absage.

Waakirchen will von der „17er Oberlandenergie GmbH“ nichts wissen. Die Bitte der Gesellschaft, sich im Gemeinderat präsentieren zu dürfen, lehnte das Gremium ab. 

Allein Rudi Reber (ABV) plädierte dafür, sich die Vertreter des neuen kommunalen Energieversorgers einmal anzuhören. „Wir müssen ja nicht beitreten“, meinte Reber. Aber der Gemeinderat sollte sich informieren, was die Oberlandenergie zu bieten habe. Doch das soll nun auf Empfehlung von Waakirchens Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) nicht geschehen. Er argumentierte, Waakirchen sei schon Mitglied der Energiewende Oberland, zudem gebe es die Energiegenossenschaft Schaftlach-Waakirchen. Da brauche man die Oberlandenergie nicht. Niemand widersprach. Vielleicht fehlte auch die Information, was die 17er Oberlandenergie von der Energiewende Oberland unterscheidet. 

Letztere ist eine Bürgerstiftung, die sich für den Einsatz erneuerbarer Energien einsetzt. Bei der Oberlandenergie hingegen handelt es sich um einen Verbund der Gemeindewerke Murnau und der Stadtwerke von Bad Tölz, Geretsried, Penzberg und Wolfratshausen. Das erst im August 2015 gegründete Unternehmen will sich als regionaler Versorger auf einem heiß umkämpften Markt positionieren und dabei die angestrebte Energiewende vorantreiben. Eckpunkte sind: 100 Prozent Ökostrom, regionale Wertschöpfung, Sicherung der Arbeitsplätze vor Ort und Synergieeffekte bei der Bearbeitung der immer komplexer werdenden Verfahrensabläufe. 

Waakirchen hat – anders als das Tegernseer Tal und Holzkirchen – keine Gemeindewerke, sondern wird vom Konzern E.ON versorgt. Zum Konzept der Oberlandenergie gehört, dass die Kommunen auch finanziell von dem Verbund profitieren. Die Gründungsgesellschafter erhalten den vollen Gewinn, den bisher auch die örtlichen Stadt- und Gemeindewerke erwirtschafteten. Sie haben auch jeweils einen Sitz im Aufsichtsrat. Die Kommunen, die künftig noch dazukommen, werden pro Kunde beteiligt und haben zusammen einen Sitz im Aufsichtsrat.

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