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Eine mobile Anlage hat Vodafone vor dem Haus Hornsteiners platziert. 

Antrag an den Gemeinderat 

Waakirchner Bürgerinitiative fordert: Sendeanlagen auf Abstand zu Wohnhäusern halten

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Vodafone hat eine mobile Sendeanlage vor dem Haus von Irene Hornsteiner und ihre Tochter platziert. Die beiden haben nun 618 Unterschriften gesammelt - und eine Forderung formuliert. 

Waakirchen – 618 Unterschriften haben Irene Hornsteiner und ihre Tochter Agnes Mania in der Gemeinde Waakirchen gesammelt und damit eine Bürgerinitiative gegen Mobilfunk-Sendeanlagen in Wohngebieten gestartet. Ihre Forderung: Mobilfunk-Sendeanlage sollen künftig nur in einem Mindestabstand von einem Kilometer zu den Wohngebieten aufgestellt werden dürfen. Mit diesem Antrag befasst sich der Waakirchner Gemeinderat in seiner Sitzung am morgigen Dienstag, Beginn 19 Uhr im Sitzungssaal der Gemeinde.

Widerstand gegen Mobilfunkmast in Waakirchen: „Es gilt, die Bürger zu schützen“

„Es gilt, die Bürger zu schützen“, sagt Hornsteiner. Sie selbst lebt seit 25 Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer D1- und D2-Sendeanlage der Telekom, die jetzt durch Vodafone auf die stärkere 4G-Funktechnik LTE 800 aufgerüstet werden soll. Wie berichtet, hat Vodafone im Mai eine knallrote mobile Sendeanlage direkt vor dem denkmalgeschützten Haus der Familien Hornsteiner-Mania aufgestellt. Sie soll bleiben, bis die bestehende Anlage im Nachbarhaus aufgerüstet ist. Dies soll laut Vodafone einige Monate lang dauern.

Sorge wegen Mobilfunkmast in Waakirchen: Abstrahlung untersucht

Hornsteiner hat bereits vor Jahren alle Frequenzen durch das Baubiologische Institut in Rosenheim messen und ihr Haus gegen die bisherige Abstrahlung abschirmen lassen. Jetzt ist Hornsteiner wieder in Sorge: Die Strahlen der vierten Generation (4G) Funktechnik seien viel stärker und schwieriger abzuschirmen, glaubt sie. Außerdem sei mit G4 das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. „Überall steht zu lesen, dass die Funklöcher geschlossen werden und das LTE-Ausbauprogramm fortschreitet, also dass jetzt auch die 5G-Funktechnik kommt“, sagt Mania. Diese Technik der fünften Generation sei dann noch mal stärker.

Mobilfunkmast in Wohngebieten: Information gefordert

Mania und Hornsteiner stehen mit der Bürgerinitiative 5G-Alpenland in Kontakt und plädieren für eine umfängliche Information der Bürger. Deshalb haben sie in allen Ortsteilen der Gemeinde Unterschriften für die Forderung gesammelt, dass Sendeanlagen nur mit großem Abstand zu Wohnhäusern errichtet werden dürfen. „Wir wollen die Waakirchner wachrütteln und nichts unversucht lassen, damit diese Gefahr öffentlich in der Gemeinderatssitzung diskutiert wird“, sagt Hornsteiner.

Vodafone hatte bereits im Mai versichert, alle Bestimmungen zum Gesundheitsschutz würden an dem strittigen Standort eingehalten. Die Genehmigung zum Betrieb liege vor.

Im Gemeinderat wird morgen neben der Anlage unter anderem der Kindergarten-Neubau in Schaftlach Thema sein. Der Bauleiter erstattet Bericht.  

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