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Grobe Trasse: In etwa so könnte sich die Bürgerbewegung Waakirchen den Verlauf eines Tunnels unter dem Ort vorstellen.

Bürgermeister Hartl stocksauer

Initiative reicht selbst gezeichneten Tunnel-Entwurf ein

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Die Waakirchner „Bürgerbewegung Entlastung der B 472“ hat beim Staatlichen Bauamt Rosenheim einen Vorschlag zur Tunnelplanung eingereicht. Der Bürgermeister findet das weniger lustig.

Waakirchen – Dies deshalb, so Sprecher Lars Hülsmann, weil das Amt aktuell einen Entwurf prüfe, den die Initiative im Oktober vorgelegt hatte. Die Zeichnung hätte aber nur als Denkanstoß dienen sollen. „Eigentlich möchten wir, wie die Gemeinde, dass das Bauamt selbst einen Vorschlag bringt“, erklärt Hülsmann. Doch wenn eine Skizze der Bürgerbewegung geprüft werde, dann eine mit Substanz. Eine solche habe der Vorstand nun erarbeitet.

Ein wichtiges Kriterium war dabei, dass die Ein- und Ausstiegspunkte mindestens 300 Meter von der Bebauung entfernt liegen und wenig schützenswerten Boden verbrauchen. Zudem sollte die Strecke weitgehend unter der Straße verlaufen. Das mache größere Grundabtretungen überflüssig. Entstanden sei der Entwurf eines Tunnels, der 1,49 Kilometer lang ist, wobei 45 Höhenmeter zu überwinden sind.

Unterdessen machte Bürgermeister Sepp Hartl bei der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend erneut klar, dass die Gemeinde keinen Vorschlag zum Tunnel vorlegen wird. Dies solle man den Fachleuten überlassen. Wer eine selbst gestrickte Planung einreiche, die dann nicht umsetzbar sei, schade dem Projekt: „Der ist dann schuld, wenn der Tunnel nicht kommt.“  

jm

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