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Eingespieltes Team: (v.l.) Hugo Eder, Vorsitzender der Kleinkunstbühne Waakirchen, Josef Schmid, Zweiter Vorsitzender des Trachtenvereins Bodenschneid-Hauserdörfl, Nikolaus Mayer, Dirigent der Knappenkapelle Marienstein-Waakirchen, Roland Kostkan, Vorsitzender des Trachtenverein Waakirchen, und Benedikt Sappl, Vorsitzender des SV Waakirchen, freuen sich auf die zweite Waakirchner Kulturwoche.

Diesmal wird's auch bequemer für die Besucher

Waakirchner Kulturwoche startet am 27. März

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Waakirchen - Theater, Kabarett und Musik: Zum zweiten Mal laden verschiedene Vereine zur Waakirchner Kulturwoche - und zwar vom 27. bis 1. April. Wir haben mit den Veranstaltern gesprochen.

Eine erfolgreiche Premiere hat die Waakirchner Kulturwoche im vergangenen Jahr hingelegt. Jetzt gilt es, daran anzuknüpfen. Und die Veranstaltung somit fest im Kalender und Kopf des Publikums zu verankern. Nichts anderes haben Organisator Hugo Eder, Vorsitzender der Kleinkunstbühne Waakirchen, und seine Mitstreiter von Blaskapelle, Trachten- und Sportverein vor. „Wir wollen noch besser werden“, sagt Eder.

Deshalb hat er sich nicht nur bemüht, wieder hochkarätige Künstler in die Waakirchner Schulturnhalle zu locken. Nein, auch bei Bühne und Bestuhlung justierte er nach. „Wir wollen, dass sich alle bei uns wohlfühlen“, sagt Eder. „Auf der Bühne und davor.“ Damit sich beide Seiten besser sehen können, fällt letztere heuer mit 1,40 Meter gut 50 Zentimeter höher aus. Einen steifen Nacken sollte also keiner der bis zu 400 Zuschauer mehr bekommen.

Auch Rückenschmerzen dürften der Vergangenheit angehören. Beim Theater der Trachtenvereine und beim Konzert der Blaskapelle werden die Biertische waagrecht zur Bühne aufgestellt – mit jeweils nur einer Bank dahinter. „So können sich die Leute auf dem Tisch abstützen, und keiner muss sich umdrehen“, erklärt Eder. Weil so aber die Hälfte der Plätze wegfällt, ist dieser Kniff bei den stark besuchten Kleinkunstabenden nicht möglich.

Nur zum gemütlichen Beisammensein wird aber ohnehin keiner in die Turnhalle kommen. Wäre auch schade, denn das Bühnenprogramm kann sich sehen lassen. Wie schon im Vorjahr markieren die Trachtenvereine Waakirchen und Bodenschneid-Hauserdörfl den Auftakt. Am Sonntag und Montag, 27./28. März, stechen sie ab 20 Uhr mit ihrem neuen Stück „Schiff ahoi“ in See. Entsprechend exotisch fällt die Kulisse für den Schwank in drei Akten von Beate Irmisch aus: Das Deck eines Kreuzfahrtsdampfers wird die Bühne zieren. „Das ist mal was anderes als Eckbank und Kachelofen“, sagt Regisseurin Katja Trauner.

Am Mittwoch, 30. März, ist dann die Kleinkunst an der Reihe. Mit dem Kabarettisten Alfred Mittermeier hat sich Eder „einen echten Herzenswunsch“ erfüllt. Ab 20.30 Uhr serviert Mittermeier in seinem Programm „Extrawurst ist aus“ Großkopferte und Kleindenker auf einer globalen, politisch-satirischen Wurstplatte. Danach wird gejodelt in der Turnhalle. Und wie. In „Die Zeit ist reif“ nehmen Petra Amasreiter, Otto Göttler und Josef Brustmann vom Bairisch Diatonischen Jodelwahnsinn ihr Publikum mit auf den Pfad der anarchischen Volksmusik. Dass er diese drei Musiker nach Waakirchen locken konnte, hat Eder seinen guten Kontakten zu verdanken. „Die haben ja lange pausiert“, sagt er.

Auf einen musikalischen Doppelschlag darf sich das Publikum am Freitag, 1. April, freuen. Ab 20.30 Uhr öffnen zuerst die vier Münchner Musiker von Gitanes Blondes ihre Schatzkiste voll Perlen des Balkans und des Klezmer, voll irischer, russischer und südamerikanischer Weisen und Tänze. Eder hat die Band bereits „im kleinen Rahmen getestet“. Sein Fazit: „Super.“ So richtig ins Schwärmen gerät er beim zweiten Protagonisten des Abends: Nick Woodland. „Der war seit langem ein Wunschkandidat von mir“, sagt er. „Man kann nur den Hut ziehen vor so einem Gitarristen.“ In der Turnhalle wird der gebürtige Brite mit seiner Band eine unvergleichliche Mischung aus Blues und Rock spielen.

Der Abschluss der zweiten Waakirchner Kulturwoche bleibt wieder den Einheimischen vorbehalten. Bei ihrem Frühjahrskonzert am Samstag, 2. April, lassen die Musiker der Knappenkapelle Marienstein-Waakirchen ab 20 Uhr unter dem Motto „Zurück zu den Wurzeln“ beliebte Melodien erklingen. „Da sind fast alle Epochen und Stilrichtungen dabei“, verspricht Dirigent Nikolaus Mayer.

Noch in derselben Nacht werden die gut 20 Helfer der Vereine die Turnhalle komplett umbauen. Aus gutem Grund: Am Sonntag, 3. April, steigt der beliebte Hallenflohmarkt des SV Waakirchen-Marienstein mit mehr als 70 Ständen. Das Feilschen beginnt bereits um 8 Uhr morgens.

Bei aller Begeisterung für das gemeinsame Projekt: Die Kulturwoche ist auch eine Belastung für die Vereine. Damit sie nicht zu groß wird, haben sich die Organisatoren dazu entschieden, die Veranstaltungsreihe künftig im Zwei-Jahres-Turnus abzuhalten. „Dann kollidieren wir nicht mehr mit dem Dorffest“, erklärt Eder. „Und die Kulturwoche soll sich ja auch nicht totlaufen.“

Der Kartenvorverkauf

für die zweite Waakirchner Kulturwoche ist bereits gestartet. Tickets zum Preis von acht Euro (Theater und Frühjahrskonzert) sowie 19,50 Euro (Kleinkunstbühne) sind an folgenden Stellen erhältlich: bei Schreibwaren Schletzbaum in Waakirchen, bei Lotto/Toto Annelies Wagner in Schaftlach, beim Medienhaus in Miesbach, bei Optik Klaunig in Dürnbach sowie beim Team der Kleinkunstbühne unter 08021/425. Die Platzwahl ist frei, für Essen und Trinken ist gesorgt.

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