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2015 zeigten die Trachtenvereine Waakirchen im Rahmen der Kulturwoche das Stück "Ab morgen sind wir ehrlich".

Problem: Veranstaltungsort dient als Flüchtlingsunterkunft

Auch 2016 soll es eine Waakirchner Kulturwoche geben

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Waakirchen - Nach einer erfolgreichen Premiere in diesem Jahr soll es in den Osterferien 2016 die zweite Waakirchner Kulturwoche geben. Veranstalter sind fünf Waakirchner Ortsvereine.

Die Verein sind: die Kleinkunstbühne Waakirchen, der SV Waakirchen-Marienstein, die Trachtenvereine Bodenschneid und Schmied von Kochel sowie die Blaskapelle Waakirchen-Marienstein. Über die Bühne gehen soll die Kulturwoche in der Waakirchner Turnhalle. Die Organisatoren quält eine Frage: Was tun, wenn die Turnhalle im nächsten Frühjahr entgegen aller Beteuerungen dann doch als Asylbewerberunterkunft herhalten muss? Damit die Kosten bei einem kurzfristigen Ausfall nicht an den Vereinen hängen bleiben, hatten sie bei der Gemeinde einen Antrag gestellt. Die Kommune möge einspringen, wenn Künstler bezahlt werden müssen, aber mangels Veranstaltungsort nicht auftreten können. Der Gemeinderat stimmte dem einmütig zu. „Es geht um 3000 bis 5000 Euro“, machte Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) deutlich.

Aber ist in einem solchen Fall überhaupt die Gemeinde gefragt? Rudi Reber (ABV) bezweifelt das. Wenn das Landratsamt Flüchtlinge in der Halle einquartiere, müssten zu ersetzende Kosten doch auch Sache des Landratsamtes sein, meinte Reber. Hartl sicherte zu, diese Frage mit der Behörde abzuklären. Ohnehin sei nicht geplant, gemeindliche Turnhallen mit Asylbewerbern zu belegen.

Damit die Besucher der Kulturwoche genügend Parkplätze finden, beschloss der Gemeinderat zudem, während der Veranstaltung ein Lkw-Parkverbot im Bereich um die Halle auszusprechen.

Damit die Kulturwoche in der Halle stattfinden kann, sind zudem Brandschutzmaßnahmen zu treffen. Die Gemeinde hat dazu ein Fachbüro eingeschaltet. Bis zur Veranstaltung soll laut Hartl alles erledigt sein.

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