Ex-1860-Präsident Dieter Schneider gestorben

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Duftende Bratäpfel, heiß aus dem Ofen. Waakirchens Bürgermeister-Gattin Silvia Hartl bereitet sie nach einem alten Rezept zu, das von ihrer Oma stammt.

Feine weihnachtliche Rezepte

Adventskalender zum Schlemmen: Das gibt's zum 17. Dezember

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Waakirchen - Adventskalender gibt's mit Schoki, mit Geschenken - oder wie bei uns mit Rezepten: Täglich öffnen wir bis 24. Dezember ein Türchen zu einem feinen Advents-Rezept. Heute: Bratäpfel.

Wenn dieser Geruch in der Vorweihnachtszeit durch die Hartlsche Küche weht, fühlt sich Silvia Hartl in ihre Kindheit zurückversetzt. In die Zeit, als sie bei ihrer Oma am Küchentisch saß und die Großmutter die leckeren Bratäpfel aus dem Ofen holte. Silvia Hartl, Bürgermeister-Gattin aus Waakirchen, hat an diese Familientradition angeknüpft. Noch heute gibt es bei ihr mindestens einmal in der Vorweihnachtszeit Bratäpfel. Das Rezept wurde im Laufe der Jahre allerdings ein wenig abgewandelt.

„Ich bin bei meiner Oma aufgewachsen“, erzählt Silvia Hartl. Und die hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, jedes Jahr am Nikolausabend die kleine Silvia, ihren Bruder, den Cousin und deren Eltern mit ihren Bratäpfeln zu verwöhnen. Auch, um den Kindern die Wartezeit bis zur Ankunft des Heiligen Mannes zu verkürzen. „Wir saßen dann alle um den Tisch in der Küche herum, haben uns unterhalten und bei den Bratäpfeln auf den Nikolaus gewartet“, erinnert sich Hartl.

Dieser einmalige Geruch – die Waakirchnerin hat ihn noch heute in der Nase. Später, als Silvia Hartl selbst Familie hatte und ihr Sohn noch klein war, hat auch sie regelmäßig Bratäpfel gemacht. „Dann, als mein Mann selbst als Nikolaus unterwegs war und mein Sohn schon größer war, hat es ein wenig nachgelassen“, sagt die Frau von Rathaus-Chef Sepp Hartl. Aber einmal im Jahr gibt es sie im Hause Hartl immer noch, die Bratäpfel. Und auch der mittlerweile 35-jährige Sohn freut sich darüber. Vom Rezept gibt es inzwischen eine Erwachsenen-Variante. Heute bereitet Hartl in ihrer Küche Bratäpfel mit Weinschaumsoße zu.

Und so funktioniert’s:

Einen Apfel vom Kerngehäuse befreien und quer in dünne Scheiben schneiden. In einer feuerfesten Form 30 Gramm Butter zerlassen, Apfelscheiben hinzugeben, mit Calvados, Zitronen- und Orangensaft beträufeln und mit etwas Zimt, Vanillemark und einem Esslöffel Rosinen bestreuen. Apfelsaft hinzugeben. Die restlichen vier Äpfel aushöhlen. 100 Gramm Butter erhitzen, Hefebrotbrösel (Hartl hat einen trockenen Stollen gerieben) darin goldgelb rösten, abkühlen lassen und restlichen Zimt hinzufügen. Marzipan zerdrücken, mit den übrigen Rosinen und den Hefebrotbröseln vermengen. Äpfel in die Backform setzen, mit der Mischung füllen und mit Puderzucker bestäuben. Mit Butterstückchen belegen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad etwa 30 Minuten garen. Für die Weinschaumsoße Eigelb und Zucker im Wasserbad schaumig rühren, Weißwein und Apfelsaft unter Rühren unterschlagen. Die Äpfel heiß auf Teller setzen und mit der Weinschaumsoße begießen.

Die Zutaten:

Für vier Personen benötigt man:

5 säuerliche Äpfel

150 Gramm Butter

2 Esslöffel eingeweichte und abgetropfte Rosinen

halber Teelöffel Zimt

Vanillemark

125 Milliliter Apfelsaft

Saft von je einer halben Zitrone und Orange

1 Esslöffel Calvados

60 Gramm trockenes, geriebenes süßes Hefebrot

80 Gramm Marzipan-Rohmasse 

Puderzucker zum Bestäuben

10 Gramm in Butter geröstete und gehobelte Mandeln 

Für die Weinschaumsoße: 3 Eigelb, 50 Gramm Zucker, 60 Milliliter Weißwein, 60 Milliliter Apfelsaft

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