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Die Ortsmitte von Waakirchen wird vom Verkehr überrollt. Eine Umgehung soll für Entlastung sorgen. 

Staatliches Bauamt stellt Analyse bei Bürgerversammlung vor

Wo ist Platz für Waakirchner Umgehungsstraße?

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Wo könnte eine Ortsumgehung von Waakirchen verlaufen? Das war Thema einer Analyse, die das Staatliche Bauamt Rosenheim beauftragt hat. Das Ergebnis wird nun vorgestellt.

WaakirchenWaakirchen will Entlastung vom Verkehr und soll eine Ortsumfahrung bekommen, so sieht es der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 vor. Aber wo könnte die Trasse verlaufen? Und wäre nicht auch ein Tunnel möglich, den sich viele Waakirchner wünschen? Das Thema erhitzt. Und das Staatliche Bauamt Rosenheim als federführende Behörde sucht den Dialog mit den Bürgern. Am Donnerstag, 20. Juli, lädt das Amt die Waakirchner zu einer Versammlung ins Pfarrheim ein, Beginn 19.30 Uhr.

Die Frage, ob Waakirchen vielleicht doch den ersehnten Tunnel bekommt, wird dort allerdings nicht beantwortet. Es geht lediglich um das Ergebnis der Raumempfindlichkeitsanalyse für das BVWP-Projekt Ortsumfahrung Waakirchen. Die Analyse legt dar, wo eine Trasse verlaufen könnte – und wo das keinesfalls möglich ist. So entsteht eine sogenannte Raumwiderstandskarte.

Im Auftrag des Staatlichen Bauamts hat ein Fachbüro seit dem vergangenen Sommer an dieser Untersuchung gearbeitet. Bei der Bürgerversammlung werden Christian Reichl, beim Bauamt zuständig für Planung und Konstruktiven Ingenieurbau, gemeinsam mit dem Projektleiter und einem Vertreter des Fachbüros das lange erwartete Ergebnis vorstellen.

Eine Trasse ist damit nicht festgelegt, auch eine konkrete Planung gibt es noch nicht. Vielmehr, so erklärt Baudirektor Christian Rehm, haben Gemeinde und Bürger die Möglichkeit, dem Bauamt weitere Vorschläge zum möglichen Trassenverlauf zu unterbreiten: „Unabhängig von der bereits geforderten Tunnellösung.“ Das Bauamt werde im Zuge des Variantenvergleichs von den Bürgern vorgeschlagene Trassen zusätzlich zu den Amtsvorschlägen untersuchen. Das Ergebnis der Raumempfindlichkeitsanalyse werde das Bauamt auch online veröffentlichen, kündigt Rehm an. Ob die Gemeinde oder die Bürger die Möglichkeit nutzen, eigene Vorschläge zu machen, bleibe ihnen natürlich freigestellt.

Dass von der Gemeinde kein Vorschlag kommen wird, hatte Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) im Vorfeld bereits klar gemacht. Davon rückt er auch nicht ab. „Das ist Sache der Experten, wir lassen die Finger davon“, sagt Hartl. Er wisse von Gerüchten, wonach er bereits mit Grundstückseigentümern Gespräche führe, um Flächen für eine Umgehung zusammenzubekommen. Lügen seien das. „Bis dato ist nichts passiert“, versichert Hartl. Die Grundstücksbeschaffung sei auch nicht seine Aufgabe.

Welche Trasse es denn werden soll, das ist ohnehin erst beim Vergleich der erarbeiteten Varianten ein Thema. Dieser Vergleich werde der Gemeinde nach derzeitigem Stand erst zum Jahresende 2017 vorgestellt, meint Rehm. Er werde auch die von der Gemeinde gewünschte Tunnel-Variante beinhalten. Für den Tunnel und gegen eine Umgehung hatten 3500 Bürger unterschrieben. Die Listen nahm Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt Ende April persönlich in Empfang.

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