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Ein Großteil der Anhänger und Wagen des Zirkus William ist bereits verschwunden. Auf der Wiese bleiben deutliche Spuren zurück.

Nach drei Monaten Gastspiel in Waakirchen

Zirkus William baut sein Winterquartier ab

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Der Familien-Zirkus William macht sich wieder auf Reisen: Nach fast drei Monaten Aufenthalt in Waakirchen hat er am Donnerstag damit begonnen, sein Winterquartier unterhalb des Bräumannhofs abzubauen.

Waakirchen – Die Zeit in Waakirchen, sagt Zirkus-Chefin Marion William-Köllner, werde sie in guter Erinnerung behalten. „Die Menschen hier haben uns super unterstützt.“

Für manchen mag es ein gewöhnungsbedürftiger Anblick gewesen sein: Direkt an der Tegernseer Straße hatte die Zirkus-Familie ihre bunten Zelte aufgeschlagen. Plötzlich tummelten sich dort Exoten wie Kamel Sarabu und Dromedar Mockel. Die Besitzerin des denkmalgeschützten Bräumannhofs, Hannelore Rehme, hatte den Schaustellern das Grundstück zur Verfügung gestellt. Und als nach Weihnachten der große Winter- und Kälteeinbruch kam, war klar: So schnell würde der Zirkus den Standort nicht wieder verlassen können. „Durch den Schnee sind wir festgesessen“, sagt William-Köllner.

Mit viel Schnee und teils heftiger Kälte hatte der kleine Zirkus mit seiner Chefin Marion William-Köllner während seines Aufenthalts in Waakirchen zu kämpfen.

Doch nun stehen die Zeichen auf Aufbruch: „Für uns ist das ganz normal“, sagt die Zirkus-Chefin. „Wenn die Sonne rauskommt, packt uns wieder die Reiselust.“ Als erste Station nach Waakirchen steuert die Familie William mit ihrer 16-köpfigen Zirkus-Crew den Ort Gelting (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) an. Am Mittwoch hat der Zirkus dort bereits seine erste Vorstellung.

Etwa zwei Tage werde es dauern, schätzt William-Köllner, bis die Zelte und Behausungen in Waakirchen komplett abgebaut und Sack und Pack verstaut sind. Als Erstes wird das Tierzelt in Gelting wieder aufgebaut, damit die Vierbeiner verladen werden können.

Kommt nicht ein wenig Wehmut auf, wenn man einen Ort nach so langer Zeit wieder verlassen muss? „Ja, schon“, sagt die Zirkus-Chefin. „Wir waren sehr zufrieden hier, und die Leute waren es auch.“ Um den Schaustellern unter die Arme zu greifen, hatten Bauern hin und wieder sogar einen Ballen Heu spendiert.

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