Jan Heiermann rückt für Andreas Kilian nach.
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Jan Heiermann rückt für Andreas Kilian nach.

Andreas Kilian gibt Mandat wegen Umzug ab

Nachrücker: Zündfunk-Chef Jan Heiermann wird Gemeinderat in Waakirchen

  • Christina Jachert-Maier
    VonChristina Jachert-Maier
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Der Waakirchner SPD-Gemeinderat Andreas Kilian muss sein Mandat wegen Umzugs abgeben. Für ihn rückt Jan Heiermann (54) nach, Chef des BR-Szenemagazins Zündfunk.

Waakirchen – Ein einziges Mandat ist der SPD im Waakirchner Gemeinderat nach der Kommunalwahl 2020 geblieben. Nachdem Andreas Kilian es wegen Umzugs abgeben muss, rückt ein Mann nach, dem brennende Themen vertraut sind: Jan Heiermann (54), Chef des BR-Szenemagazins Zündfunk, wird Kilians Platz am Ratstisch einnehmen. Als Nachrücker kommt der Hörfunk-Journalist zum Zug, weil sowohl Christine Mehl als auch Sonja Rauscher, die vor Heiermann auf der Liste stehen, das Mandat nicht annehmen wollen. Offiziell muss die Gemeindeverwaltung das erst abklären, intern hat die SPD dies laut Hans Hartwich, Vize-Vorsitzender, bereits abgefragt. Demnach ist mit der Vereidigung Heiermanns im September zu rechnen.

In Waakirchen lebt der Zündfunk-Chef seit 2012. Von einem Nachbarn ließ er sich bei der Kommunalwahl 2020 überreden, auf der SPD-Liste zu kandidieren, auch wenn er der Partei nicht angehört. Obwohl sein Berufsalltag zeitlich wenig Luft lässt, nimmt er das Mandat gerne an. „Es reizt mich, weil ich hier lebe und direkt mein Umfeld mitgestalten kann“, sagt Heiermann.

„ich bin ein Teamplayer“

Im Gemeinderat fällt ihm als einzigem SPD-Vertreter eigentlich die Rolle eines Einzelkämpfers zu. „Aber die werde ich nicht annehmen“, erklärt Heiermann. „Ich bin ein Teamplayer.“ Als solcher wolle er mit seinen Kollegen am Ratstisch zusammenarbeiten.

Soziale Themen sind für ihn ein Schwerpunkt. Weit oben auf der Prioritätenliste steht die Schaffung von Wohnraum, den sich nicht nur Großverdiener leisten können. Dass hier Mangel herrscht, zeigt der Abschied von Kilian, der im Gemeinderat offen über seine Gründe für den Umzug sprach. Seine Wohnung in Waakirchen wird für ihn und seine Frau zu klein, eine größere hätte am Ort zu viel gekostet. In seiner alten Heimat Ebersberg könne er nun eine Genossenschaftswohnung beziehen, erklärte Kilian. Waakirchen zu verlassen, falle ihm nicht leicht.  

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