2006 soll`s aufwärts gehen

- VON TORGE WESTER Dachau - Auch vergangenes Jahr hat der Landkreis Dachau weitere Arbeitsplätze verloren. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist, dass man bei der Agentur für Arbeit zuversichtlich ist, dass der jahrelange Abwärtstrend heuer endlich gestoppt wird. In einem Pressegespräch erläuterten gestern die Verantwortlichen die Gründe für ihren Optimismus, zogen aber auch eine Bilanz für 2005.<BR>

<P>Bis 2001/02 hat es im Großraum München einen steilen Anstieg von Arbeitsplätzen gegeben (vor allem im IT-Bereich), danach ging es stetig bergab. "Wir erwarten aber aufgrund der günstigen Konjunkturprognosen, dass sich die Lage heuer zumindest stabilisiert", erklärt Ottmar Schader, der Pressesprecher der Agentur für Arbeit München. Von dem schon vergangenes Jahr erwarteten Aufschwung, der für 2006 als sicher gilt, werde eine strukturell starke Region wie der Landkreis Dachau als eine der ersten profitieren, so Schader. "Man muss halt abwarten, wie sich der Landkreis bei den Ansiedlungen positioniert."<P>Auf ein ausgesprochen arbeitsreiches Jahr für seine Mitarbeiter blickte Albert Kugler, Leiter der Agentur für Arbeit Dachau, zurück. Das lag zum einen an der Einführung der so genannten "Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung von Arbeitssuchenden im Landkreis Dachau" (ARGE) am 1. Januar 2005, die mit der Hartz-IV-Reform einherging. Ein halbes Jahr lang sei man vor allem damit beschäftigt gewesen, dass sich die Zusammenarbeit zwischen Landratsamt und Agentur für Arbeit einspiele. "Eine Heidenarbeit", sagt Kugler.<P>Die Zusammenlegung der früheren Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe hatte zur Folge, dass die Arbeitslosigkeit faktisch stark anstieg, im Jahresmittel um sieben Prozent. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich so von 5,1 auf 5,5 Prozent. Im zweiten Halbjahr ging man dann an die grundlegende Reform der Organisation der Agentur für Arbeit, um die Effizienz zu erhöhen (Bericht folgt).<P>

Auch interessant

Kommentare