B 2-Tunnel kostet jetzt 105 Millionen Euro

- VON BARBARA IRLBAUER Starnberg - Über den Stand der wichtigsten Straßenbauvorhaben im Landkreis Starnberg informierte am Mittwoch im Landratsamt der Leiter des Straßenbauamtes München, Karlheinz Gärtner. Ehrgeizigstes Projekt bleibt der B2-Tunnel unter der Stadt Starnberg.<BR>

<P>Zuversichtlich zeigte sich Gärtner, dass der Planfeststellungsbeschluss für den Tunnel noch 2005 erfolgt. Allerdings ist bis dahin noch viel zu erledigen. Das Verlangen der Stadt, den Tunnel nach Süden um 125 Meter zu verlängern, somit die Anbindung der Franz-Heidinger-Straße zu verbessern, und die Verbreiterung der Bahnbrücke über die Münchner Straße - damit Fußgänger und Radfahrer nicht dunkle Röhren nutzen müssen - hat zu einer zweiten Tektur geführt. Die erneut geänderten Pläne müssen deshalb nochmals im Rathaus ausgelegt werden. Das Lüftungsgutachten ist zu überarbeiten. Diese Neuerungen sowie Preissteigerungen haben die Gesamtkosten laut Gärtner von 90 auf 105 Millionen Euro steigen lassen. Im neuen Bundesverkehrswegeplan sei das Projekt aber wieder in vorderster Dringlichkeit.<P>Wann der finanzielle Startschuss erfolge, sei ungewiss. "105 Millionen sind ein satter Brocken", so der Behördenleiter. Das werde sicher auf den Prüfstand gestellt, schon wegen der Konkurrenz zu den Tunnelplänen in Traunstein und Bad Reichenhall. Der Bund müsse den neuen Kosten noch zustimmen. Wie stets verzichtete Gärtner nicht auf die Warnung: "Wenn Starnberg etwas anderes als den Tunnel will, fangen wir beim Stand von 1990 ganz neu an."<P>Die Umfahrungspläne für Unter- und Oberbrunn haben dem Obersten Rechnungshof zur Prüfung vorgelegen. Er hat verlangt, dass Einsparpotenziale aufgezeigt werden. Die Starnberger Westumfahrung wird am 11. November nochmals Thema im Kreisausschuss sein. Dort will das Straßenbauamt gemäß dem Antrag von Helmut Wagner (CSU) zu Varianten Stellung nehmen, die geringere Kosten als bisher veranschlagt verursachen würden, zum Beispiel Anbindung mit einem Kreisverkehr.<P>

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