„Unangenehme Wahrheiten“

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Starnberg (mm) &#8211; Die Kritik, die Sabine Leutheusser-Schnarrenberger am Mittwoch beim Jahresabschlusstreffen der Starnberger Kreis-FDP bezüglich des B 2-Tunnels an Starnbergs Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger geäußert hat, ist nicht unkommentiert geblieben. Stadtsprecher Karl Heinz Springer reagierte gestern mit einer Presseerklärung. <P>In dem Schreiben heißt es, offenbar sei &#8222;Leutheusser-Schnarrenberger nicht bekannt, dass es gerade der Starnberger Bürgermeister war, der im Juli 2002 einen bürgeroffenen Entscheidungsprozess für Verkehrslösungen in Starnberg in Gang setzte, bei dem bis Oktober 2003 nicht nur über Alternativen nachgedacht, sondern solche auch ganz konkret mit Unterstützung von Fachplanern und allen Fachbehörden untersucht und geprüft wurden&#8220;. Eine in Auftrag gegebene Analyse habe damals ergeben, dass sich für die Umfahrungsvariante Opla/von Redwitz gegenüber dem Tunnel ein schlechterer Nutzen-/Kostenfaktor ergebe, &#8222;wobei die äußerst schwierige ökologische Situation einer Umfahrung noch nicht einmal berücksichtigt wurde&#8220;, so Springer. Daraufhin habe sich der Stadtrat am 25. Juli 2005 für die bisherige Tunnelplanung entschieden. <P>Zudem weist Springer die Bundestagsabgeordnete darauf hin, dass die FDP-Fraktion im Starnberger Stadtrat sowohl die B 2-Tunnelplanung als auch die Westumfahrung ablehne. Scheinbar hoffe man bei der FDP darauf, dass der Bund die komplette Umfahrung Starnbergs als Bundesbaumaßnahme finanziert. Wenn Frau Leutheusser-Schnarrenberger schon Wert darauf lege, &#8222;unangenehme Wahrheiten&#8220; auszusprechen, dann &#8222;sollte sie vielleicht bei ihren eigenen Parteifreunden damit anfangen und ihnen sagen, dass das Verkehrsministerium ganz klar erklärt hat, dass der Bund diese 12,9 Kilometer lange Umfahrung nicht bauen wird&#8220;, heißt es in der Erklärung der Stadt. <P>

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