"Admiralsvilla" zum Abriss freigegeben

- Genehmigung liegt dem Bauamt vor

Gauting (cc) - Gescheitert ist der Versuch, die Pippinstraße im Gautinger Koloniebebauungsplan 113 unter Ensembleschutz zu stellen. Für die ehemalige "Admiralsvilla" an der Pippinstraße 16 liegt bereits die Abrissgenehmigung des Landratsamts im Gautinger Bauamt.

Im Jubiläumsjahr "100 Jahre Kolonie Gauting" hatten sich die unmittelbaren Nachbarn, Britta und Walter Bistritzki, für den Erhalt der "Admiralsvilla" engagiert. Das vor dem Ersten Weltkrieg errichtete, später umgebaute Jugendstilhaus hatte der pensionierte Admiral Hermann Schröder in den zwanziger Jahren erworben. Dessen Witwe vermachte die Immobilie Anfang der fünfziger Jahre der evangelischen Kirchengemeinde Gauting. Im Tausch gegen das jetzige Kindergartengrundstück Ammerseestraße wurde die evangelische Landeskirche Eigentümerin der Admiralsvilla.

Diese wiederum, so bemängelten die Nachbarn, hatte die geschenkte Immobilie eineinhalb Jahre leer stehen lassen und nichts in deren Erhalt investiert. Anfang März 2002 kam der Abrissantrag auf den Tisch des Bauausschusses. Kein Ensembleschutz

Nachdem der Denkmalschutz für die Admiralsvilla bereits abgelehnt worden war, beantragten die Gautinger diesmal, dass die Untere Denkmalschutzbehörde die gesamte Pippinstraße mit ihren Bäumen und Vorgärten unter Denkmalschutz stellt. Laut Stefan Diebl, Pressesprecher im Landratsamt, müssten für den weit reichenden Ensembleschutz Bedingungen erfüllt werden, die an der Pippinstraße nicht gegeben seien. Der Abriss der Admiralsvilla wurde deshalb genehmigt.

Auf Nachfrage sagte gestern Michael Mädler von der evangelischen Landeskirche, dass das Gautinger Grundstück neu vermessen wird. Die Landeskirche halte an ihrem Vorhaben fest, an der Pippinstraße 16 zwei Doppelhaushälften "mit je einer Wohneinheit" für Mitarbeiter zu errichten.

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