Älteste Bayerin liebt gutes Essen

- Weichs - Sie hat die Erfindung des Autos miterlebt, des Flugzeugs und des Fernsehers: Bayerns älteste Bürgerin, Gisela Antonia Emanuela Metreweli (geborene Kalbskopf), feiert heute in einem Altenheim in Ebersbach bei Weichs (Kreis Dachau) ihren 110. Geburtstag. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber hat sich mit Gattin Karin ebenso zum Essen angesagt wie Bundesfamilienministerin Renate Schmidt.

<P>Gisela Metreweli kam 1893 in Landsberg am Lech als jüngstes von fünf Kindern einer Juristenfamilie zur Welt. 1920 heiratete sie gegen den Willen ihrer Eltern einen aus Georgien stammenden Maschinenbau-Studenten, Artschil Metreweli. Nach dem Zweiten Weltkrieg wohnten die beiden in München. Einen eigenen Beruf hat die Jubilarin nicht erlernt. Sie spricht fließend italienisch und französisch - letzteres verdankt sie ihrem Aufenthalt in einem Mädchenpensionat der Salesianerinnen, wo die Unterhaltung nur auf Französisch geführt werden durfe. Ihren Mann, der 1967 starb, hat sie ebenso überlebt wie ihre beiden Kinder. Mit ihren verstreut in Deutschland lebenden zwei Enkelkindern, fünf Urenkeln sowie ihrer Schwiegertochter hat die Jubilarin aber regelmäßigen Kontakt. Sie habe ein schönes Leben gelebt, sagt Gisela Metreweli, besonders gern erinnert sie sich an die Tanzfeste der Studentenverbindungen.</P><P>Die heutigen Gratulanten treffen überdies auf eine Feinschmeckerin: "Ich mag gutes Essen, nicht viel, aber ausgesucht", sagt die rüstige Jubilarin. "Und ich mag gern ein Glas trockenen Wein oder Sekt." Und so ließ es sich Gisela Metreweli nicht nehmen, beim Zusammenstellen des heutigen Fünf-Gänge-Menüs mitzuwirken.</P>

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