Alarmiert wird künftig nur noch per Handy

- Pröll warnt vor Strahlung

VON GERT SEIDEL Bockhorn - Statt auf teure Funkwecker will die Feuerwehr Eschlbach auf eine Handy-Alarmierung umsteigen. Gegen die Stimme von Hermann Pröll, der vor gesundheitlichen Risiken warnte, wird der Gemeinderat die Anschaffung eines GSM-Systems finanzieren.

Seit längerem rüstet die Gemeinde Bockhorn ihre Feuerwehren nach und nach mit herkömmlichen Funkweckern aus. Mit einem Antrag hierzu habe sich die Feuerwehr Eschlbach bislang in der Erwartung zurück gehalten, dass einmal die Alarmierung per Handy möglich ist, erklärte Gemeinderat Bernhard Stein. Mit einem "GSM Telefunkalarm" wäre dies zwischenzeitlich machbar.

Mit acht Alarmeingängen, vier Funkschleifen und einem Speicher für 200 Telefonnummern kostet die Anlage insgesamt 3065 Euro, für einen einzigen Funkwecker müssen dagegen 350 Euro bezahlt werden. Einen Test habe der GSM-Telefunkalarm bereits bestanden. Er alarmiere zeitgleich mit einem herkömmlichen Funkwecker, berichtete Stein. "Die Folgekosten sind gleich Null", rechnete er vor, denn "geht der Piepser kaputt, wird es teuer, um sein Handy muss sich aber jeder selbst kümmern".

Pröll meldete jedoch in zweifacher Hinsicht Bedenken an. Zum einen sei damit jeder gezwungen, sich ein Mobiltelefon zuzulegen, wobei man gesundheitliche Risiken nicht restlos ausschließen könne. Wenn Stein auch erklärte, dass "heutzutage jeder ein Handy hat", fragte sich Pröll, "ob man denn jede neue Technik mitmachen muss", da mit der Umstellung auf UMTS bereits die nächste Handy-Generation in den Startlöchern stehe. "So ist nun einmal der Fortschritt", erklärte Bürgermeister Hans Schreiner, es stünde immer eine neue Technik ins Haus.

Gegen die Stimme von Pröll beschloss der Gemeinderat die Anschaffung der GSM-Telefunkalarmanlage und bewilligte hierfür die Kosten in Höhe von insgesamt 3065 Euro.

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