Alkoholfahrt mit 1,33 Promille endet im Knast

- VON INGRID KUHN Weilheim - Noch bis zum Sommer 2006 muss ein Weilheimer in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bernau am Chiemsee mehrere Haftstrafen - unter anderem wegen Raubes - absitzen. Nun erhielt er vom Weilheimer Amtsrichter auch noch einen "Nachschlag": Eine Promillefahrt im Herbst vorigen Jahres brachte dem 29-Jährigen nämlich weitere fünf Monate hinter Gittern ein.<BR>

<P>Der Angeklagte wurde für die Verhandlung aus der JVA vorgeführt, wo er seit 8. November vorigen Jahres einsitzt. Den Vorwurf, am 3. Oktober 2004 nach Mitternacht in Weilheim betrunken gefahren zu sein, räumte der Arbeiter ein. "Es war Zufall, dass wir ihn an der Römerstraße bei einer Routine-Kontrolle mit 1,33 Promille aus dem Verkehr zogen", sagte ein Polizeibeamter als Zeuge aus. Der Angeklagte gab an, dass er in einer Kneipe "aus Frust" Alkohol getrunken habe: "Ich hatte Stress mit den Eltern und mit der Justiz."<P>Für den 29-Jährigen, der schon einige Male mit dem Gesetz in Konflikt geraten war, hatte die Promillefahrt drastische Folgen: Einen Monat, nachdem die Polizei ihn erwischt hatte, wurden einige offene Bewährungsstrafen wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Raubes widerrufen. "Was ich derzeit im Knast erlebe, ist für mich Strafe genug", sagte der 29-Jährige und bat um eine milde Ahndung. "Wenn ich aus dem Gefängnis komme, stehe ich ohnehin ohne Job und Wohnung auf der Straße."<P>Der Staatsanwalt forderte für den Bewährungsversager acht Monate Freiheitsstrafe. Im Urteil verhängte Richter Franz von Hunoltstein fünf Monate Haft. Die muss der Weilheimer im Anschluss an seine jetzigen Strafen verbüßen, weshalb er erst wieder Ende nächsten Jahres auf freien Fuß kommt. Zudem wurde der Führerschein des Arbeiters für 15 Monate gesperrt.<P>

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