Alles „Logo“ in Birkland – die Ideenschmiede für die Ski-WM

- Peiting – Ein schwungvoller Strich steckt hinter dem Männchen das in den deutschen Nationalfarben den Hang hinunterkurvt – es ist der typische Strich des Werbefachmanns Peter Ostenrieder (34) aus Birkland, der bei seinem neuesten Coup nicht nur Witz, sondern auch „Sportsgeist“ bewiesen hat: Seiner Feder ist das Logo für die Ski-Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen im wahrsten Sinne des Wortes entsprungen. Dass soviel Energie in dem Manschgerl steckt, dürfte wohl den Ausschlag gegeben haben, dass das Organisationskomitee – unter anderem ist Christian Neureuther mit dabei – dem Birkländer den Zuschlag gegeben hat. Am gestrigen Freitagnachmittag wurde das neue Logo bei einer Pressekonferenz in Garmisch erstmals offiziell präsentiert.

barbara schlotterer <P>&#8222;Das ist schon ein ganz besonderes Gefühl, wenn du weißt, dass ein von Dir geschaffenes Zeichen um die ganze Welt gehen wird&#8220;, schwärmt Ostenrieder. So recht kann er es noch gar nicht fassen: T-Shirts mit seinem Logo. Tassen, Fahnen, Zeitungsberichte, Fernsehübertragungen mit dem Logo aus Birkland &#8211; einem Ort, der gerade einmal 590 Einwohner zählt. <P>Wie viele Agenturen ihre Logo-Entwürfe eingereicht hatten, kann Ostenrieder nicht sagen. Fest steht: Unter vier Bewerbern in der Schlussrunde hat sein Logo herausgestochen &#8211; der symbolische Skifahrer in den Landesfarben schwarz-rot-gold, mit den Schwunglinien einer Slalomabfahrt. Ebenso mit eingebunden sind die fünf Kontinente, die bei der Ski-WM in Garmisch dabei sind, dargestellt als Wellen in den fünf olympischen Farben. <P>Und auch der offizielle Titel der Skiweltmeisterschaft &#8222;GAP 2011&#8220; stammt aus der Ideenschmiede von Peter Ostenrieder &#8211; kurz und kompakt, ohne unnötigen Schnickschnack. Hier geht es um hundertstel Sekunden, um akkurate Schwünge, um Erfolge, aber auch um Emotionen. <P>&#8222;Gute Gestaltung passiert im Kopf und nicht am Computer&#8220;, beschreibt Peter Ostenrieder das, worin er den eigenen Erfolg begründet sieht. Ein paar Wochen hat er über dem Entwurf nur in seinem Kopf gebrütet, &#8222;das Logo ist nicht einfach so zufällig am Computer entstanden&#8220;. Was für den Gestalter zählt, ist der Gedanke dahinter. Kreativität, sagt er, &#8222;hat nichts mit der Tastatur zu tun&#8220;. <P>Wenn die Rechte für das Logo verkauft sind, ist für Ostenrieder noch lange nicht Schluss. Der Deutsche Ski-Verband hat bereits angedeutet, mit der Agentur, die das Logo entworfen hat, den gesamten Weg der Ski-WM zu beschreiten. <P>K Feeling für die Kanten <P>Übrigens: Um ein Feeling für die Ski-Weltmeisterschaft zu entwickeln, hat sich Ostenrieder nicht einmal selbst auf die Bretter stellen müssen, die 2011 für Garmisch die Welt bedeuten - der gelernte Grafik-Designer fährt nämlich gar nicht selbst. &#8222;Um das Logo für eine Ski-WM zu gestalten, muss man Logos machen können, und nicht Ski fahren&#8220;, meint Peter Ostenrieder lachend. &#8222;Aber natürlich schau ich mir auch Wintersport im Fernsehen an &#8211; insbesondere natürlich wenn man auch an einem bestimmten Teil dazu beigetragen hat.&#8220; <P>

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