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Die Altenerdinger Fußballführung (v. l.): Michael Lefkaditis, Rene Feuker, Günter Meier, Florian Aldinger, Matthias Dasch, Tom Obermaier, Andreas Heilmaier, Patrick Hahn, Erich Neueder (Vorstand Gesamtverein), Sebastian Voichtleitner, Vitali Michel, Josef Stimmer, Stephan Stanglmaier, Bernhard Stimmer und Frank Aldinger.

Mit eigenem Nachwuchs aus der Krise

Wir-Gefühl statt Söldnerclub

Die Fußballer der SpVgg Altenerding stehen vor einem Umbruch und haben Großes vor. Die A-Jugendspieler aus den eigenen Reihen sollen im Verein gehalten werden. Diejenigen, die in anderen Vereinen spielen, sollen zurückgeholt werden.

VON SABINA BROSCH

Altenerding – „Damit das wächst, und ich bin mir sicher, dass hier etwas Gutes wächst, braucht es aber Geduld“, betonte Abteilungsleiter Andreas Heilmaier auf der Jahreshauptversammlung. Die Bemühungen von Matthias Dasch, der nun Hans Balbach als 2. Abteilungsleiter ablöst, hätten Früchte getragen.

„Wir werden den Verein umkrempeln“, sagte Dasch, „die erste und zweite Mannschaft mit mehr Leuten von Qualität aufstocken.“ Neben der Verpflichtung von Pedro Flores-Locke als Trainer hat Dasch mit Alex Weiher, Thomas Schmittner und Joshua Psihogios Spieler mit Altenerdinger Vergangenheit sowie Samuel Baumschlager und Pascal Jäger geholt. „Und alle Neuzugänge sind ligenunabhängig“. sagte Dasch. Bekanntlich kämpft die SpVgg derzeit um den Klassenerhalt in der Kreisklasse.

Die 22 vereinseigenen A-Jugendspieler, die im Jahr 2020/21 aus der Jugend herauswachsen, will man mit allen Mitteln halten. „Wir müssen jetzt Platz und damit das Fundament für sie schaffen, in der ersten und zweiten Mannschaft“, führte Dasch aus. „In zwei Jahren wird definitiv eine andere Erste Mannschaft auf dem Platz stehen.“ Dass die A-Jugend in diesem Jahr die Meisterschaft in der Kreisliga eingefahren hat, bezeuge die hohe Qualität der Mannschaft. Statt Söldner zu verpflichten, gewinne wieder „das Wir, das Team-Gefühl“. Die Spieler der U 17 und U 19 sollen stolz auf ihre Spielvereinigung Altenerding sein und nicht mehr andere vor die Nase gesetzt bekommen.

Die grundlegende Basis werde jedoch bereits viel früher gelegt, in einer qualitativ hochwertigen Jugendarbeit, „wir sind froh um jeden Trainer“, unterstrich Heilmaier, diese würden in den kommenden Jahren in Form einer „Ausbildungsoffensive“ durch Fortbildungen gestärkt. Dass alle ehrenamtlich arbeiten, sei im Vergleich zu anderen Vereinen eine Seltenheit. „Wir platzen bei den Bambinis und im Kleinfeldbereich zahlenmäßig aus allen Nähten“, berichteten die beiden Jugendleiter Florian Aldinger und Patrick Hahn, jeweils vier F- und E-Mannschaften sowie drei D-Mannschaften bringe den Verein in logistische Probleme. Die Anschaffung von Klein- und Minitoren sei dringend notwendig gewesen. Und das Wintertraining auf angemieteten Kunstrasenplätzen von umliegenden Vereinen werde fortgeführt, wenn die eigenen Trainingsplätze wegen Eis und Schnee gesperrt sind.

Die Wahlen brachten keine großen Überraschungen. Christian Höglsperger übergibt mit einem knapp 50 000 Euro-Polster einen Verein auf „finanziell gesunden Beinen an Tom Ostermaier. Vitali Michel, Steffen Jank und Stefan Faust verstärken das Team als neue Beisitzer. Andreas Heilmaier, Matthias Dasch und Günter Meier agieren als Abteilungsleiter.

Der Rückgang der Mitgliederzahlen von 623 im vergangenen Jahr auf heuer 574 brauche nicht zu beunruhigen, versicherte Heilmaier, „wir haben schlichtweg die Kartei bereinigt, das war ein einmaliger Akt“. Die Jugend zwischen drei und 18 Jahren sei mit 52 Prozent weiterhin die „stärkste Kraft“, bei den bis 26-Jährigen müssen wir arbeiten, da „haben wir aktuell eine zu dünne Decke.“ Im kommenden Jahr gilt es das 100-jährige Vereinsjubiläum des Gesamtvereins mitzugestalten, „das Festprogramm steht“.

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