Ausstrahlung, Rhythmusgefühl und Spaß

- Cheerleader-Meisterschaft: 3. Platz für Fursty Razorettes

VON MARKUS LENZ Fürstenfeldbruck - Für die über 1500 Zuschauer war es sicherlich ein Nachmittag, den sie so schnell nicht vergessen werden: Was die 35 Teams bei den bayerischen Cheerleader-Meisterschaften am Samstag in der ausverkauften Wittelsbacherhalle zeigten, ist mit Worten schwer zu beschreiben. Die Gruppen katapultierten ihre Akteurinnen meterhoch durch die Luft, um sie nach einem Salto mit Schraube wieder aufzufangen. Ausgefeilte Choreographien zu treibenden Rhythmen, menschliche Pyramiden und Akrobatik zogen die Fans in ihren Bann und brachten die Stimmung auf den Siedepunkt.

Zuschauer und Fans richtig anheizen

Veranstalter und Lokalmatador dieses Events waren heuer die Fursty Razorettes, die Cheerleader-Truppe des American Football-Teams der Fursty Razorbacks. "Cheerleader feuern die Mannschaft an und sollen auch die Zuschauer und Fans so richtig anheizen", erklärt Tanja Weber, die als Organisatorin die Veranstaltung eineinhalb Jahre geplant hat. Außerdem ist sie selbst Mitglied bei den Razorettes, die 1989, ein Jahr nach dem Football-Team, gegründet wurden. Zudem sorgen die Cheerleader mit ihrem Programm auch dafür, dass es während der Spielpausen nicht langweilig wird.

Die 14 angereisten Vereine maßen sich in Kategorien wie Peewees (Kinder ab vier Jahre), Jugend und Damen, Mixed (für Männer und Frauen) oder Partner- und Groupstunt. Die Dauer der Vorführungen lag bei zweieinhalb Minuten für Peewees und dreieinhalb Minuten für Jugend und Damen. "Da braucht man schon ganz schön Kondition und Fitness", berichtete Weber. Mit ihren Trainerinnen Ronja Best und Anke Buchmann üben die Razorettes deswegen auch zweimal die Woche zwei Stunden. Vor den Meisterschaften sogar drei bis viermal die Woche. Was man als Cheerleader mitbringen muss: "Ausstrahlung, Rhythmusgefühl und natürlich Spaß", meint Weber.

Als um kurz vor 18 Uhr die Razorettes dann die Halle betraten, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Lautstark angefeuert durch die 400 Brucker Fans - darunter auch die Spieler der Razorbacks - zeigte die Cheerleader-Truppe eine fehlerfreie Vorstellung. "Wir haben ein super Programm hingelegt", zeigte sich Weber danach mehr als zufrieden. Die Jury bewertete bei allen Teams die Ausstrahlung, Synchronität der Vorführung und, ob Pyramiden und Sprünge sauber durchgeführt werden.

Die 22 Damen der Razorettes belegten bei den Meisterschaften den dritten Platz, nur vier Punkte hinter dem zweiten Team von den Landsberg Starlights. Sieger wurden die Favoriten von den Munich Cowboys. Als achtmaliger Bayerischer, Deutscher Vize-Meister und Dritter der Europameisterschaften zeigten die Cheerleader eine perfekte und atemberaubende Show.

Die Bruckerinnen können aber jetzt sogar noch auf eine Teilnahme bei den Deutschen Meisterschaften hoffen. "Ob die erzielten Punkte für eine Qualifikation reichen, werden wir erst so um den 22. Dezember erfahren", erklärt Weber.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Nicht allein mein Verdienst“: Eichstätt-Coach Mattes spricht über die Erfolgs-Story
Der Erfolgslauf des VfB Eichstätt hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Mattes-Elf thront an der Spitze der Regionalliga und das im erst zweiten Jahr nach dem …
„Nicht allein mein Verdienst“: Eichstätt-Coach Mattes spricht über die Erfolgs-Story

Kommentare