Bauruine weicht Hoeneß-Anwesen

- VON GABI BEILHACK Bad Wiessee - Wo einst die Klinik Dr. Windstosser stand und später Fotograf und Playboy Gunter Sachs ein Wohnhaus plante, wird vermutlich schon bald FC Bayern-Manager Uli Hoeneß sein neues Domizil haben. Wie berichtet, will Hoeneß auf einem Grundstück auf der Freihaushöhe ein zweigeschossiges Wohnhaus mitsamt untergeordnetem Nebengebäude errichten, in dem ein Schwimmbad untergebracht werden soll. "Die Gestaltung ist traditionell und ortsüblich", erklärte der zuständige Architekt Andreas Erlacher aus Rottach-Egern den Wiesseer Gemeinderäten in deren Sitzung. Die konnten sich denn auch mit der Planung anfreunden und stimmten einhellig einer entsprechenden Änderung des Bebauungsplans zu. Zumal die Wohnnutzung auf der Fläche bereits seit längerem festgeschrieben ist.<BR>

Er hoffe, dass Hoeneß seine Planungen vorantreibe und auf seinem Grundstück tatsächlich baue, betonte Bürgermeister Herbert Fischhaber und fügte hinzu: "Ich wäre froh, wenn die Bauruine dort oben weg käme." Diese hatten Vorbesitzer des Grundstücks hinterlassen. So ist bereits eine Baugrube für eine Tiefgarage vorhanden.<P>Wie der Architekt erläuterte, bestehe lediglich auf der zu bebauenden Fläche Hoeneß` ein Baurecht, das umgebende Areal werde im Bebauungsplan nach wie vor als Grünfläche ausgewiesen. "Das Modell ist ansprechend und passt gut dorthin", meinte der Sprecher des Wiesseer Blocks, Peter Höß. Und auch Hartwig Bayerschmidt (CSU) konnte dem Vorhaben nur Positives abgewinnen: "Wir können froh sein, wenn noch ein paar Prominente nach Wiessee kommen - das ist kostenlose Werbung für uns." Während Fischhaber betonte, dass auf dem Grundstück ein "Uralt-Baurecht" bestehe und die einstige Klinik wesentlich größer gewesen sei als das jetzt geplante Gebäude, meldete sich einzig Robert Huber (SPD) kritisch zu Wort: "Ich bin nicht grenzenlos glücklich, dass da oben gebaut wird. Mir wäre eine Grünfläche lieber gewesen." Dennoch erklärte Huber, dass er dem Hoeneß-Vorhaben zustimmen werde, da eine Grünfläche aufgrund des bestehenden Baurechts unrealistisch sei.<P>

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