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Einziger Erdinger Starter: Benedikt Wiesend (Nr. 595) sprintete über 100 Meter zu Bronze.

bayerische Meisterschaften in Altenerding 

Hingsts Stabhochsprung-Show und Wiesends Bronze-Lauf

Bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften im Altenerdinger Sepp-Brenninger-Stadion

Altenerding Carolin Hingst ist nimmermüde: Bei den bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften im Altenerdinger Sepp-Brenninger-Stadion hat sie am Samstag die EM-Norm geknackt. 2001 hatte sie bei der WM in Edmonton Rang zehn belegt, 2002 folgte die EM-Premiere in München. 16 Jahre später könnte für Hingst nun also ein weiterer Start im Nationaltrikot bevorstehen.

In Altenerding machte sie vor allem eins klar: Alter schützt vor Höhe nicht! Wobei Hingst trotz ihrer mittlerweile fast 38 Jahre immer wieder betont, dass sie sich nicht alt fühlt. Ihren Worten ließ die Stabhochspringerin von der TG 1847 Nieder-Ingelheim als Gaststarterin im Sepp-Brenninger-Stadion Taten folgen. Mit 4,45 Metern schaffte sie als dritte DLV-Athletin die Norm für die Europameisterschaften in Berlin. „Ich wollte einfach hier springen, weil ich bei meinem Start bei den süddeutschen Meisterschaften vor 14 Tagen gesehen habe, dass das hier eine super Anlage ist“, begründete die Stab-Artistin den Trip in ihre alte bayerische Heimat. Hingst stammt aus Harburg im Donau-Ries.

Ihre Anfangshöhe von 4,10 Metern sprang sie ebenso im ersten Versuch wie die nachfolgenden Steigerungen auf 4,20 m und 4,30 m. Die 4,45 m gelangen ihr unter dem Jubel der Zuschauer im dritten und letzten Versuch.

Eigentlich hatte Hingst tags drauf auch beim Tegernseer Stabhoch-Meeting in Rottach-Egern antreten wollen. „Da ich aber mein Ziel schon erreicht habe, belohne ich mich jetzt mit einem Besuch in der Erdinger Therme.“ Offizielle Bayerische Meisterin wurde Anna Sailer (LAC Quelle Fürth) mit 3,90 m.

Aus Erdinger Sicht war am ersten Tag der bayerischen Meisterschaften nur Benedikt Wiesend über die 100 m am Start. Für ihn lief es richtig gut. Nach 10,98 Sekunden aus dem Vorlauf sprinteten Wiesend und sein Teamkollege Trefz Johannes in 10,98 sec die zweitschnellste Zeit der Männer. Im 100-m-Finale gab es dann mit 10,92 sec Bronze für den Erdinger im Trikot der LG Stadtwerke München. Trefz holte mit 10,83 sec Silber, Bayerischer Meister wurde mit 10,83 sec Aleksandar Askovic aus Augsburg. Die Unterschwillacherin Marina Rappold war über die 5000 m und 1500 m trotz Meldung nicht an den Start gegangen.

Einen starken Hochsprungwettbewerb zeigten der Aschheimer Tobias Potye und der Rosenheimer Lucas Mihota (beide LG Stadtwerke München). Mit 2,21 m blieb Potye knapp unter EM-Norm (2,26 m). Bei U 20-Springer Mihota blieb die Latte bei 2,14 m liegen – 1 cm unter Saisonbestleistung. Mihota ist schon für die U 20-WM vom 10. bis 20. Juli in Tampere (Finnland) nominiert.

Erneut ihren deutschen Rekord verbessert hat Eva Trost vom ASV Piding im 800-m- Lauf. Erst vor zwei Wochen bei den süddeutschen Meisterschaften in Altenerding hatte sie ihren W 50-Rekord über die 800 m gesteigert, nun gelang ihr das Kunststück nochmal (2:13,57 sec). Mit ihrer Zeit wurde Trost Fünfte bei den Frauen. Siegerin war ihre Tochter Katharina Trost von der LG Stadtwerke München, die nach 2:04,54 Minuten im Ziel ankam.  cw

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