Becken entschärft Hochwasser

- VON WOLFGANG SCHÖRNER Penzberg - Während der Weiterbau des Deichs in Maxkron noch in den Sternen steht, macht sich die Stadt Penzberg daran, ihren Teil des Hochwasserschutzes zu realisieren. Im Juni beginnt der Bau des Hochwasserrückhaltebeckens zwischen Reindl und Maxkron. Es soll bei starkem Regen das Wasser zurückgehalten, damit es nicht (wie Pfingsten 1999) nach Maxkron hinunterfließt und das Hochwasser verschärft. Nach Abschluss des wasserrechtlichen Verfahrens schreibt die Stadt derzeit die Arbeiten aus.<BR>

<P>"Wir wollen heuer fertig werden", bestätigte Bürgermeister Hans Mummert auf Anfrage. Damit meint er nicht nur das "möglichst naturnahe" Becken, sondern auch einen Verbindungsgraben am Reindlweiher, der eine ähnliche Funktion haben wird. Die Kosten werden auf zirka 750 000 Euro geschätzt. Womöglich bis August ist beides betriebsfähig.<P>Das Regenbecken entsteht rechts der Staatsstraße von Reindl nach Maxkron und soll zehn Millionen Liter Regenwasser (10 000 Kubikmeter) fassen. Ausgenutzt wird dafür die dortige Mulde. Entlang der Staatsstraße lässt die Stadt einen zirka 180 Meter langen Damm aufschütten, dessen Krone 0,5 bis 1,4 Meter über der Straße liegt. Ein weiterer Damm entsteht unten entlang des Zibetholzwegs - des Wanderwegs, der in der Kurve vor Maxkron zur Berghalde abzweigt. Dieser zirka 120 Meter lange Absperr-Damm wird bis zu zweieinhalb Meter hoch.<P>Bei starkem Regen entsteht in der von Dämmen begrenzten Fläche ein See. Regnet es nicht, bleibt sie trocken. Dann wird das Wasser des Vogelberggrabens laut Stadtbaumeister Hermann Weinrich in einer Rohrleitung vollständig durch den unteren Erddamm geleitet. Dort ist ein Schieber, mit dem sich die Wassermenge im Becken regulieren lässt.<P>Beide Dämme, so der Chef des Bauamts, seien 80 Zentimeter höher geplant, als für das 100-jährige Hochwasser nötig ist. "Aus Sicherheitsgründen" werde zudem auf dem Hochpunkt des Absperrdamms mit Wasserbausteinen eine Kuhle eingebaut - damit der Damm bei noch stärkerem Hochwasser kontrolliert überflutet wird.<P>Parallel dazu baut die Stadt einen Verbindungsgraben am Reindlweiher. Er soll laut Bürgermeister Mummert verhindern, dass Wasser aus dem nördlichen Reindl nach Maxkron fließt. Der derzeit in die Kurfürst-Max-Siedlung laufende Graben wird gekappt, unterhalb des Weihers weitergeführt und mit dem Reindlgraben verbunden. Bei Hochwasser fließt das Wasser nördlich von Maxkron "vor die Tore der Stadt", so Stadtbaumeister Weinrich.<P>

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