Beeindruckende Johannes-Passion

Freising - Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion gereichte durch den Asamchor am Sonntag zu einem Höhepunkt der laufenden Passionszeit.

Die Choräle wirkten wie aus einem Guss, die Rezitative stellten flüssige, fein abgestimmte Dialoge von stimmgewaltigen Solisten dar. Über allem schwebte noch dazu die ordnende Hand eines Chorleiters, der um die Bedeutung der jeweiligen Akzentuierung, um die Wechselwirkung von Chor und Orchester wusste. Das Dirigat von Gunther Brennich, wenn auch von wildem Temperament, zeichnete sich durch präzise Gesten und klare Ansagen aus. Meist sang der Chorleiter die letzte Silben sorgsam betonend und ausdrückend mit. Der Chor wusste woran er war, tat etwa zu Anfang des zweiten Teiles, auch und gerade beim 17. Choral, wie ihm geheißen und legte von der ersten bis zur letzten Zeile Inbrunst und haargenaue Interpretationen an den Tag. Der Charakter, die Harmonie in den Reihen des Asamchores, sie stimmte nicht nur, sie hielt die Spannung und Aufmerksamkeit bis in den letzten Winkel der voll besetzten Christi-Himmelfahrtskirche über weite Strecken aufrecht. Man hatte nie das Gefühl, der Elan und die Präsenz des Chores schöpfe sich aus. Der Chor wusste woran er war, tat etwa zu Anfang des zweiten Teiles, auch und gerade beim 17. Choral, wie ihm geheißen und legte von der ersten bis zur letzten Zeile Inbrunst und haargenaue Interpretationen an den Tag. Der Charakter, die Harmonie in den Reihen des Asamchores, sie stimmte nicht nur, sie hielt die Spannung und Aufmerksamkeit bis in den letzten Winkel der voll besetzten Christi-Himmelfahrtskirche über weite Strecken aufrecht. Man hatte nie das Gefühl, der Elan und die Präsenz des Chores schöpfe sich aus.

Die Rezitative wirkten im besten Sinne wie schöpferische Pausen, in denen statt übermächtiger Dynamik, filigrane Akzentuierung gefragt war. Hier trugen die stimmlichen Qualitiäten von so renommierten Solisten wie der lyrische Tenor von Markus Roberts zum Wohlklang bei. Dem gebürtigen Engländer fiel die Rolle des Evangelisten zu. Er legte sie bisweilen hoch und überspitzt an, füllte sie dabei mit einem bezeichnenden Gespür für lithurigischen Gesang aus. Das stand oft im sicher gewollten Gegensatz zum strengen Bass mit dem Pilatus sprach oder zum selbstbewussten aber versöhnlichen Bariton von "Jesus" Thomas Schwarz. Auch wenn die Männerstimmen überwogen, auch wenn der Bass-Bariton von Ludwig Pichler tief und sonor den Pilatus gab, so wusste die junge Sopranistin Katharina Heißenhuber mit ihren Arien doch gehörig für frischen Wind zu sorgen.

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