Betreutes Wohnen wird erweitert

- VON ROLAND HALMEL Peißenberg - Seit etwa fünf Jahren gibt es in Peißenberg die Möglichkeit des betreuten Wohnens für ältere Menschen. Die 22 Wohnungen im Josef-Lindauer-Haus sind inzwischen aber nicht mehr ausreichend. "Uns liegen rund 50 Anfragen vor", berichtet Anne Hosse vom Vorstand der Paula-Lindauer-Stiftung, zu der die Einrichtung gehört. Nun sollen 24 zusätzliche Wohnungen errichtet werden.<BR>

<P>Das große Interesse und auch der zunehmende Bedarf an seniorengerechten Wohnungen führten zum Plan eines Neubaus direkt auf dem angrenzenden Grundstück des Josef-Lindauer-Hauses, das von der BHS erworben wurde. Die Lage mitten im Ort ist ideal: "Die ganze Infrastruktur ist in unmittelbarer Nähe", so Klaus Hosse vom Stiftungsrat. Ähnlich dem bestehenden Gebäude soll dort im Frühjahr mit dem Bau von 24 barrierefreien Wohnungen in einem zweigeschossigen Haus begonnen werden. Der Zeitplan ist eng gesteckt. Bis Weihnachten soll aber der Einzug erfolgen, hofft Bürgermeister Herrmann Schnitzer, der ebenfalls im Stiftungsvorstand vertreten ist.<P>Die Pläne des Architekturbüros Bögl sehen einen Verbindungsbau mit dem bestehenden Nachbarhaus vor. Geplant sind acht Zwei-Personenwohnungen und 16 für allein stehende Senioren in der Größe von 45 bis 55 Quadratmetern. Für das Gesamtprojekt inklusive dem Grundstück veranschlagt die Stiftung 2,7 Millionen Euro. "Das ist eng kalkuliert, wir hoffen aber, dass der Kostenrahmen eingehalten wird", so Schnitzer. Die Ausschreibungen laufen gerade an. Die Quadratmetermiete steht indes bereits fest: 7,5 Euro wird sie betragen. Hinzu kommen Betreuungs- und Nebenkosten.<P>Für sozial Schwächere besteht die Möglichkeit der Förderung seitens des Landkreises. Bis zu 3 Euro je Quadratmeter und gestaffelt nach dem Einkommen kann die Unterstützung betragen. Bei Bedarf können auch Leistungen der direkt benachbarten ökumenischen Sozialstation, wie zum Beispiel die Mittagsverpflegung, genutzt werden. "Wir freuen uns auf das neue Haus, strahlt Anne Hosse. Nur vier Mieterwechsel gab es seit der Eröffnung des Josef-Lindauer-Hauses. Und dazu haben sich viele Freundschaften gebildet, ergänzt sie. Anfangs gab es viel Skepsis. Viele, die deswegen zögerten, sind dann leer ausgegangen. "Die haben jetzt wieder eine Chance", so Schnitzer.<P><P>

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