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Bewährung für brutale Vergewaltigung

- VON INGRID KUHN Landkreis - Der Staatsanwalt wollte einen 41-Jährigen aus dem Altlandkreis Weilheim wegen der brutalen Vergewaltigung seiner Lebensgefährtin für zwei Jahre und vier Monate ins Gefängnis schicken. Das Schöffengericht Weilheim setzte indes für die "Beziehungstat" des Angeklagten zwei Jahre Freiheitsstrafe für vier Jahre zur Bewährung aus. Zudem muss der 41-Jährige 2000 Euro Geldbuße an das Frauenhaus Murnau zahlen und eine begonnene Therapie fortsetzen.<BR>

<P>Der Angeklagte lebte seit 15 Jahren mit einer 39-Jährigen in dem Dorf zusammen. Wegen seiner Alkoholkrankheit, so der 41-Jährige, sei die Beziehung in den vergangenen zwei Jahren "den Bach hinuntergegangen". Weil er stets betrunken war, habe sie den Sex nur noch passiv über sich ergehen lassen. Am 20. August vorigen Jahres, als sich das Paar zu einem Mittagsschlaf ins Schlafzimmer zurückzog, habe er wiederum von seiner Freundin Sex verlangt, "aber sie lehnte ab".<P>Opfer wehrte sich<P><P>Laut Anklage vollzog der Mann auf brutalste Weise bei der 39-Jährigen den Geschlechtsverkehr, obwohl sie sich mit Schlägen und Kratzen heftig wehrte und ihren Peiniger in die Lippe biss. Durch den erzwungenen Sex wurde die Frau verletzt.<P>Der Angeklagte war geständig: "Ich weiß nicht, wie es dazu kommen konnte." Er hatte während der Tat 1,62 Promille Alkohol im Blut. Der Psychiater bescheinigte dem Angeklagten "eine Neigung zur Aggression unter Alkoholeinfluss", verneinte jedoch eine Schuldunfähigkeit oder eine seelische Abartigkeit. Die Geschädigte gab an, dass sie seit der Vergewaltigung "Panik vor Männern" habe, ihr Trauma verarbeite sie in einer Therapie.<P>Das Paar lebte auch nach der Gewalttat noch zusammen, hat sich aber mittlerweile getrennt. "Mein Ex-Freund bat mich auf Knien um Verzeihung", sagte die 39-Jährige. Er habe selber unter der Tat gelitten, "wenn man ihn einsperrt, macht das wenig Sinn". Der 41-Jährige zeigte Reue: "Ich versuche derzeit, in der stationären Therapie eine Antwort darauf zu finden, warum ich meine Lebensgefährtin vergewaltigt habe." Den "extremen Alkoholkonsum" habe er nun eingestellt.<P>Bereits Bewährung<P><P>Der Staatsanwalt hielt dem Angeklagten zwei Bewährungsstrafen, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr, vor. Die Beziehungstat sei strafrechtlich anders zu bewerten als eine Vergewaltigung durch einen Fremden, so der Ankläger, der zwei Jahre und vier Monate Gefängnis forderte. Das Schöffengericht kam jedoch dem Antrag von Verteidiger Winfried Folda nach und verurteilte den Mann unter Auflagen zu zwei Jahren Bewährungsstrafe. Der Vorsitzende Richter Gert Strohner ließ sich im Urteil nicht vom Gedanken der Generalprävention leiten, sondern davon, dass keine Wiederholungsgefahr bestehe.<P>

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