Warnstreik sorgt für Bahn-Chaos in München - Netz größtenteils lahmgelegt: Die aktuelle Lage

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Die Brücke, die Bruck den Namen gab, existiert seit 1184

- VON SUSANNA REICHLMAIER Fürstenfeldbruck - Die Amperbrücke ist mehr als nur die Überquerung eines Flusses. Denn von ihr hat der Markt Bruck seinen Namen. Noch heute ist die Anlage ein prägendes Element, das den Marktplatz im Norden und den St. Leonhardsplatz im Süden miteinander verbindet. Der Bau über die Amper hing eng mit der Salzpolitik des Welfen-Herzogs Heinrich der Löwe zusammen. Einer der Handels- und Verkehrswege zwischen München und Augsburg führte nämlich über Bruck.<BR>

"Die Straße über Bruck war ein Weg für Saumrosse und Reiter und stellenweise so schmal, dass zwei Wägen einander nicht ausweichen konnten", berichtet Jakob Groß in seiner "Chronik von Fürstenfeldbruck". Ein erster Hinweis auf einen Amperübergang findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1184. Dort ist eine Brücke in der Nähe der Pfarrkirche St. Stephan bei Pfaffing erwähnt.<P>An der Zollstelle siedelten sich bald Händler und Handwerker an. Nach dem Sturz Heinrich des Löwen waren seine Ministerialen, die Ritter von Gegenpoint, Marktherren. Durch Heirat ging der Brucker Zoll an das Adligengeschlecht von Pellheim über. Aus Geldnot verkaufte Hans Pellheimer im Jahr 1425 an das Kloster Fürstenfeld. Seither stellte das Kloster die Zöllner, zu deren Aufgaben es gehörte, die Zufahrtswege in Ordnung zu halten, regelmäßig mit Kies zu bestreuen und tiefe Wagenspuren zu beseitigen.<P>Die Holzbrücke musste öfter, wenn sie durch Brand, Eis, Krieg oder Hochwasser zerstört worden war, neu aufgebaut werden. So notierte etwa der Abt im Rechnungsbuch für das Jahr 1566: "Als das große Gewässer der Amper die Brücke im Markt eingerissen hat, ist dieselbe auf Klosters Unkosten wiederum aufgerichtet worden."<P>Nach der Klosteraufhebung im Jahr 1803 übernahm die Marktgemeinde die Instandhaltung. Ein Jahr später wurde den Bürgern, die "mit dem Brückenzoll in jeder Weise belastet" waren, diese Schuldigkeit erlassen, wie aus einem Erlass der Churfürstlichen Landes-Direktion von Bayern hervorgeht. Bis dahin mussten sie Zoll entrichten, selbst wenn sie nur mit ihren Fuhrwerken über die Brücke wollten.<P>Die alte Brückenanlage hatte im Jahr 1885 ausgedient. Die Neukonstruktion wurde um ein Joch auf nunmehr zwei reduziert. Im Lauf der Jahre nahm der Verkehr jedoch stetig zu. Dies erforderte schließlich den Bau einer zeitgemäßen Stahlbetonbrücke, die seit dem Jahr 1909 den Fluss mit nur einem Bogen überspannt.<P>

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