Burda: Millionen-Spende für das Jüdische Zentrum

- Der Verleger Hubert Burda unterstützt den Bau des Jüdischen Kulturzentrums am Jakobsplatz mit einer Million Euro. "Mit dieser Spende möchte ich ein wichtiges Zentrum des geistigen und kulturellen Zusammenlebens mitten in München unterstützen", begründete Burda seine Spende anlässlich seines bevorstehenden 65. Geburtstags am 9. Februar.<BR>

Die Israelitische Kultusgemeinde hat den Verleger daraufhin gebeten, die Namenspatenschaft für den Gemeindesaal zu übernehmen. Der zweigeschossige Raum wird der zweitgrößte Saal in der Stadtmitte sein. Er soll allen Münchnern für Vorträge, Diskussionsforen und Konzerte offen stehen. "Wir hätten uns keinen besseren Namenspaten wünschen können", sagte Präsidentin Charlotte Knobloch.<P>"Der außerordentliche Einsatz von Hubert Burda unterstreicht die positive Einstellung der Münchner Bevölkerung zum Jüdischen Zentrum", kommentierte Christian Ude die Spende. Der Oberbürgermeister hofft, dass sie "Auftakt zu weiterem Engagement Münchner Unternehmer" ist.<P>Professor Burda sei der "geistige Vater und Initiator zahlreicher deutsch-jüdischer Projekte, die Toleranz, Dialog und Bildung maßgeblich fördern", würdigte Knobloch das Engagement Burdas. Sein Schwerpunkt liege auf der Jugendarbeit, um einem Vergessen aktiv entgegenzutreten. Burdas Vater widersetzte sich im Dritten Reich einer Übernahme durch die Nationalsozialisten.<P>Auf 5500 Quadratmetern Fläche entstehen am Jakobsplatz Münchens Hauptsynagoge, das Gemeinde- und Kulturzentrum sowie das Jüdische Museum. Rund 57 Millionen Euro wird der Gebäudekomplex kosten - sechs Millionen sollen über Spenden finanziert werden. Laut Auskunft der jüdischen Gemeinde sind mit der Überweisung von Hubert Burda 3,3 Millionen Euro zusammen. <P>Das Jüdische Gemeindezentrum soll am 9. November 2006 eingeweiht werden.<P>Stephanie Holzmeier<P>

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