BZB: Mängel an neuen Triebwagen fast beseitigt

- Garmisch-Partenkirchen – Noch fahren sie immer mit, die Monteure der Firma, von der die neuen Triebwagen für die Zahnradbahn stammen. „Im Lauf des März müssten aber sämtliche Mängel beseitigt sein“, gibt sich Peter Huber, Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB), zuversichtlich. Die Fehler, die es nach diversen anderen Start-Schwierigkeiten (wir berichteten) noch auszumerzen gilt, „betreffen nicht die Sicherheit unserer Gäste“.

VON TANJA BRINKMANN <P>Die Verärgerung mancher Kunden, die im Lauf der vergangenen Wochen die &#8222;Kinder-Krankheiten&#8220; der neuen Fahrzeuge zu spüren bekamen, versteht der Techniker: &#8222;Auch wir hatten in dieser Zeit viel Stress, den das Personal jedoch bravourös gemeistert hat.&#8220; Vor allem ein Heizkörper in einem der Wagen, der sich überhitzt hatte, weshalb das Isoliermaterial zu rauchen anfing, &#8222;hat uns große Sorgen gemacht&#8220;. Nach dem schweren Tunnel-Unglück von Kaprun im November 2000, das 155 Menschen das Leben gekostet hatte, waren schließlich die Sicherheits-Vorschriften enorm nach oben geschraubt worden. &#8222;Der Unterschied zu dieser Katastrophe ist aber, dass mittlerweile alle Materialien getestet sind und ihre Entflammbarkeit nahezu bei Null liegt.&#8220; Dass der Montage-Fehler und die Probleme in der Steuerungs-Software inzwischen behoben sind, freut Huber ungemein. <P>Nachdem die Anforderungen der BZB und des Bayerischen Wirtschaftsministeriums an die Triebwagen über die eigentlichen Vorgaben hinausgehen, &#8222;hat sich der Liefertermin um sechs bis acht Wochen verzögert&#8220;, erklärt der Vorstand. Das vierte Fahrzeug wurde erst Mitte Dezember in Betrieb genommen, die Einlernphase der Mitarbeiter war entsprechend gering. Mittlerweile haben die Züge fast 40 000 Kilometer auf dem Buckel, die vergangenen vier Wochen liefen sie &#8211; zumindest für den Gast &#8211; störungsfrei. &#8222;Die Fahrzeuge sind unterm <P>K 30-Meter-Hebebühne erleichtert die Wartung <P>Strich komplexer als ein neuer ICE&#8220;, sagt Huber. Die eigens für die BZB produzierten Unikate nennt er &#8222;weltweit die modernsten ihrer Art&#8220;. Wie hochtechnisiert sie sind, sehe man auch daran, dass in jedem allein 40 Kilometer Leitungen verarbeitet wurden &#8211; &#8222;das ist gut achtmal so lang wie der Tunnel&#8220;. <P>Angesichts dessen habe man bereits bei der Planung großen Wert darauf gelegt, Wartung und Instandhaltung zu minimieren. In der Betriebswerkstätte in Grainau entstand eigens eine 30 Meter lange Hebebühne, auf der ein Doppel-Triebwagen in Minuten-Schnelle hochgehoben werden kann. &#8222;Vom Aufwand her ist das viel leichter. Früher musste man in eine Grube steigen und mit der Taschenlampe leuchten.&#8220; Der bedauerliche Nebeneffekt: Dieser technische Fortschritt &#8222;hat zur Freisetzung von Mitarbeitern geführt&#8220;, sagt Huber. Von elf Kollegen seien acht versetzt worden oder aus Altersgründen ausgeschieden, drei mussten betriebsbedingt gekündigt werden. Diese Einsparung sei allerdings notwendig gewesen, damit die BZB ihren Anteil an der großzügig vom Freistaat geförderten Neuerung finanzieren konnte. <P>Dass die Kinder-Krankheiten mitten in der Saison auftraten &#8211; &#8222;bis Fasching waren&#8217;s wirklich kritische Tage&#8220; &#8211;, tut Huber leid. inzwischen scheint der Patient weitgehend genesen. Und peu à peu trudeln auch die Skiständer ein, so dass die Brettlfans Skier und Snowboards bald nicht mehr mit in die Waggons nehmen müssen. <P>

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