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Caritas-Erzieherin vom Dienst suspendiert

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- Probleme mit Erziehungsmethoden

VON ALEXANDER SCHWEDA Fürstenfeldbruck - Die Notgruppe des neuen Kindergartens am Gernlindner Weg erhält ab Montag nach wenigen Wochen eine neue Gruppenleitung. Die bisherige Erzieherin ist vor einigen Tagen vom Dienst suspendiert worden. Grund waren unterschiedliche Auffassungen über Erziehungsmethoden. Wie Geschäftsführer Michael Auer erklärt, ist bereits eine interne Lösung gefunden. Ab Montag laufe der Betrieb normal weiter.

Zum Eklat sei es bei einem Elternabend gekommen, an dem starkes Unverständnis über die Erzieherin zum Ausdruck gekommen sei, erklärt Auer. So habe zum Beispiel ein hyperaktives Kind einen "Tee für starke Frauen" trinken müssen, nachdem es die Gruppe angeblich in eine gefährliche Lage gebracht habe. Aufgrund der kompromisslosen Haltung der Beschäftigten sei keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit vorhanden gewesen, sagt Auer.

"Ich will einen Kindergarten haben, der auf einer breiten Basis ein Angebot an Eltern unterbreitet", betont Auer. Es müsse berücksichtigt werden, dass ganz unterschiedliche Erziehungsstile von Eltern praktiziert würden. Dafür sei die pädagogische Ausrichtung der Mitarbeiterin zu eng gewesen. Er habe Gespräche geführt und nach einer Lösung gesucht "aber es war nicht möglich", sagt Auer, der an dem Elternabend selbst anwesend war. Es sei dort auch Unterstützung für die Erzieherin geäußert worden, aber insgesamt habe es eine Polarisierung gegeben, die er "so noch nicht erlebt hat".

Derzeit sind 16 Kinder in der Notgruppe im Stern-Kindergarten untergebracht. Bis zum Februar würden immer weitere Kinder dazu kommen. Neben der Erzieherin arbeitet dort auch eine Kinderpflegerin. Geplant sind am Gernlindner Weg drei Gruppen.

Zurzeit sei es schwierig, Personal zu finden, da die Nachfrage im Münchner Raum sehr groß ist, sagt Auer. Die Erzieherarbeit sei im Vergleich zu früher auch anders geworden. Die Kinder kämen heute häufig aus "angespannten Familienverhältnissen", auch steige der Ausländeranteil. Die Ausbildung müsste sich darauf einstellen, so Auer.

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