Copyshops: Der Preis ist nicht immer heiß

- VON SIGGI NIEDERGESÄSS Erding - Aus allen Wolken fiel Micha H. (Name geändert), als sie für das Ausdrucken einer 21-seitigen Schularbeit in einem entsprechenden Erdinger Geschäft 31,20 Euro zahlen musste. Eine ihrer Mitschülerinnen hatte in einem anderen Copy-Shop nur 8,85 Euro bezahlt.<BR>

<P>"Ich hatte mir nichts dabei gedacht, zumal anderen Mädchen aus unserer Klasse auch nur maximal 13 Euro abverlangt worden waren. Ich ging davon aus, dass sich der Preis in dieser Spanne bewegen würde und fragte deswegen vorher gar nicht, wie viel es kosten würde", berichtet die 18-jährige Gymnastin. In der Schule hatte sie wie alle in der Kollegstufe K 13 die englische Facharbeit auf dem Computer erstellt und die Word-Datei dann auf eine CD gebrannt. Die entsprechende Datei sollte, so die Vorgabe, auf einem Laserdrucker ausgedruckt werden.<P>Das wurde ein teurer Spaß für die Erdinger Gymnasiastin. Entsprechend sauer reagierte ihr Vater. Er ließ sich im betreffenden Laden den hohen Preis erklären. "12,20 Euro für die Ausdrucke, vier Euro für das Bereitstellen der Maschinen und 15 Euro Arbeitszeit macht alles zusammen 31,20 Euro", bekam er als Antwort.<P>Eine andere Auskunft gab es allerdings gestern beim Test der Heimatzeitung. Von der Arbeitszeit war keine Rede, für das Bereitstellen der Maschinen verlangte man drei statt vier Euro, macht zusammen 15,20 Euro, also nicht einmal die Hälfte des Betrages, den Micha H. zu zahlen hatte.<P>Vorbildlich reagierte ein anderer Reproservice bei der Anfrage der Heimatzeitung: "17 Cent pro Schwarz-Weiß-Seite, 1,66 Euro pro Farbausdruck", hieß es, und als Service gab`s gleich eine umfassende Preisliste. Eines hat Micha H. gelernt: "Wenn ich wieder eine Arbeit ausdrucken lassen muss, erkundige ich mich vorher nach den Preisen."<P>

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