1. Startseite
  2. Lokales
  3. Regionen

Irre Corona-Regeln für Amateure: Zuschauer brauchen 2G-Plus - auf dem Platz reicht 2G

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Moritz Bletzinger

Kommentare

Corona-Regeln im Amateurfußball: In Bayern gilt für Zuschauer nun 2G-Plus.
Corona-Regeln im Amateurfußball: In Bayern gilt für Zuschauer nun 2G-Plus. © Hanno Bode/Imago

Neue Corona-Regeln in Bayern: Sportvereine dürfen wieder mehr Zuschauer empfangen. Aber auf den Rängen gilt auch im Freien 2G-Plus. Sportler brauchen keinen Test.

München - Bayern lockert die Corona-Bestimmungen: Ab Donnerstag (27. Januar) dürfen Fußballfans wieder in die Stadien. Die Regeln für Profiklubs und große Stadien stand bei der ersten Ankündigung im Mittelpunkt. Aber was gilt nun eigentlich für Amateurvereine? Das Innenministerium präzisiert auf Anfrage.

Kapazitätsgrenze für Amateurvereine? Zuschauer müssen Mindestabstand einhalten können

Spiele im Amateurbereich finden unter anderen Bestimmungen statt als in den obersten vier Ligen. Unterhalb der Regionalliga gilt: Die verfügbare Zuschauerkapazität darf zu 50 Prozent ausgelastet werden. Aber: Zuschauerkapazität? 50 Prozent? Was bedeutet das für einen Kreisliga-Verein ohne Tribüne und feste Sitzplätze?

„‚Plätze‘ sind dabei nicht im Sinne von festen Steh- oder Sitzplätzen zu verstehen, sondern räumlich: Gemeint ist der Platz, der durchschnittlich erforderlich ist, um den Mindestabstand einhalten zu können“, erläutert das Innenministerium. Die Zuschauer müssen einen Abstand von 1,5 Metern wahren, dann ist alles in Ordnung. Wie viele Fans nun rund um den Platz passen, hängt ganz vom Einzelfall ab. Sportstätten auf freiem Feld sind - anders als Stadien oder Tribünen - zumeist nicht kapazitätsbeschränkt. Schließlich lässt sich oft keine Kapazität feststellen. Wichtig also: Vernünftig sein, Mindestabstand einhalten.

Corona-Regeln in Bayern: Für Zuschauer gilt 2G-Plus - Amateurfußballfans brauchen Impfung und Test

Nicht nur darauf müssen Vereine achten. Für Zuschauer - auch im Freien - gelte die 2G-Plus-Regel, stellt das Innenministerium klar. Einen Unterschied zu Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gibt es bei den Zugangs-Bestimmungen nicht. Aber die Maskenpflicht entfällt im Freien (in geschlossenen Räumen darf die Maske am Sitzplatz abgenommen werden). Für Fans gilt also: Impfnachweis und aktuellen (negativen) Corona-Test mitbringen. Antigen- und PCR-Test werden akzeptiert. Wer doppelt geimpft und zusätzlich geboostert oder frisch genesen ist, braucht keinen Testnachweis.

Die Regeln für Zuschauer sind bei Sportveranstaltungen im Außenbereich also strenger als für die Sportler und Sportlerinnen: „2G gilt für den Zugang zu Sportstätten zur eigenen sportlichen Betätigung und zur praktischen Sportausbildung unter freiem Himmel“, schreibt das Innenministerium.

2G-Regel im Amateurfußball: BFV kritisiert aktuelle Corona-Bestimmungen - und reicht Antrag ein

Zuschauen mit 2G-Plus, spielen mit 2G. Auf die Heimvereine kommt unter den aktuellen Corona-Regeln ein großer Verwaltungsaufwand zu. Der Bayerische Fußballverband positioniert sich gegen die Bestimmungen für Sportler und Sportlerinnen. Der Verband plädiert für Amateurfußball im Freien ohne 2G. Hier bleibt es bislang beim Appell. Um den Organisationsaufwand für Vereine zu verringern, hat der BFV hingegen bereits einen Antrag an das Innenministerium gestellt. Wie in Nordrhein-Westfalen und und Hessen sollen Vereine die Einhaltung der gültigen Regeln in einem Musterformular rechtssicher bestätigen. Damit entfällt die Kontrollpflicht der Gastmannschaft durch den Heimverein. (moe)

Auch interessant

Kommentare