Lagebesprechung: Die Isener (stehend, v. l.) Torwart Christian Zech, Christoph Griesbeck, Sportlicher Leiter Tobias Stangl, Ben Kopetz, Spielertrainer Tiemo Wennrich und Florian Maurer warten noch auf den ersten Sieg.
+
Lagebesprechung: Die Isener (stehend, v. l.) Torwart Christian Zech, Christoph Griesbeck, Sportlicher Leiter Tobias Stangl, Ben Kopetz, Spielertrainer Tiemo Wennrich und Florian Maurer warten noch auf den ersten Sieg.

Talente sollen helfen

Die jungen Wilden des TSV Isen

  • Wolfgang Krzizok
    VonWolfgang Krzizok
    schließen

Aufsteiger wartet noch auf den ersten Sieg in der Kreisklasse und setzt auf den Nachwuchs.

Isen – So richtig angekommen ist der TSV Isen in der Kreisklasse noch nicht. Nach bislang zwei absolvierten Spielen steht der Aufsteiger noch bei null Punkten mit einem Torverhältnis von 1:4. Für Fußball-Abteilungsleiter Manfred Grosse ist das aber noch lange kein Grund zur Besorgnis. „Wir haben eine tolle Truppe, zu der ich vollstes Vertrauern habe“, sagt er.

Besonders stolz sei er – ebenso wie Spielertrainer Tiemo Wennrich – auf die „jungen Wilden“ aus dem eigenen Nachwuchs.

Mit Emanuel Baumgartner, Jannik Hupfeld, Ben Kopetz, Gabriel Nicolai, Andreas Posch, Mario Schmidt, Elias Schrimpf, Patrick Simeth und Martin Wimmer führt Grosse neun junge Kicker im Alter zwischen 18 und 21 Jahren an, die unmittelbar bevor beziehungsweise während der Corona-Pandemie aus der A-Jugend in den Herrenbereich aufgerückt sind. „Die Burschen sind schwer in Ordnung, menschlich angenehm, anständig und nicht abgehoben“, schwärmt Isens Fußballchef. Sein Trainer stimmt ihm zu. „In den letzten Jahren haben wir beim TSV Isen mehr und mehr gute junge Spieler rausbekommen, das ist sehr sehr erfreulich“, sagt Wennrich.

Grosse über Schmidt: „Guter Techniker, schnell und fit“

Mario Schmidt zum Beispiel hatte schon unter Aufstiegstrainer Daniel Stangl seine Einsatzzeiten. „Er hat einen guten linken Fuß, kommt deshalb auch meistens über links, kann aber auch in der Mitte spielen“, analysiert Grosse. „Er ist schon fester Beatsandteil der Ersten“, lobt der Trainer. „Ein sehr guter Techniker, schnell und fit, der uns im Offensivbereich weiterhilft.“ Marios Vater Kai Schmidt hat einige Jahre die A-Jugend SG Isen/Lengdorf trainiert und habe großen Anteil daran, dass so viele junge Spieler den Sprung geschafft hätten, erzählt Grosse: „Die kommen fast alle aus der Schmidt-Schmiede.“

So wie zum Beispiel Ben Kopetz. „Ich nenne ihn Suarez, weil er so bissig ist“, sagt Grosse lachend. „Er ist nicht so filigran, eher ein bulliger Typ, der der gegnerischen Abwehr wehtun kann. Es macht Spaß, ihm zuzuschauen, und mir gefällt seine Spielweise total.“ Trainer Wennrich beschreibt Kopetz ebenfalls als „sehr unbequem für den Gegner und schwer zu verteidigen“. Als seine Stärke sieht der Coach: „Er hat einfach immer Bock auf Fußball, und das ist wichtig.“ Immerhin hat Kopetz auch das bislang einzige TSV-Tor in dieser Saison erzielt, bei der 1:2-Niederlage in Berglern.

„Andreas Posch ist der Rocker, ebenfalls bissig und zweikampfstark“, beschreibt Grosse den Mittelfeldspieler. „Er ist ein Sechser, so wie der Kimmich bei den Bayern. Und er will immer gewinnen.“ Das sieht auch Wennrich so, der die „hundertprozentige Einstellung“ des Youngsters lobt. „Solche Leute kannst du immer gut brauchen.“ Einen starken Eindruck in der Defensive – „links hinten“ – hat beim Isener Fußballchef auch der frisch aus der A-Jugend gekommene Emanuel Baumgartner hinterlassen. „Er ist robust, zweikampfstark und schnell.“ Dem Trainer gefällt seine „sehr akribische, sehr disziplinierte Art, mit ihm macht es Spaß, zu arbeiten“.

Noch vornehmlich in der Zweiten wird Torwart Gabriel Nicolai eingesetzt. „Er ist total engagiert, mit großem Trainingsfleiß“, stellt Grosse fest und ist sich sicher: „Seine Zeit wird kommen.“ Für Coach Wennrich ist Nicolai ganz wichtig, „denn da macht das Training einfach Spaß, wenn du so einen motivierten Mann mit dabei hast“. Ähnliches gelte für Jannik Hupfeld. Er sei teilweise noch etwas zu brav, bringe sehr gute Ansätze für einen guten, flinken Außenbahnspieler mit – auf beiden Seiten einsetzbar. Wennrich und Grosse sind sich einig: „Er wird uns mittelfristig weiterhelfen.“

Ein großes Lob hat der Abteilungsleiter für Martin Wimmer parat. „Er ist die gute Seele in der Mannschaft, total engagiert, und er ist immer da und packt an, wenn es was zu tun gibt“, betont er. Er habe in der Abwehr zwar einige erfahrenere Spieler vor sich, „aber du kannst ihn immer bringen, er ist immer eine Alternative und ist sich für nichts zu schade“. Was Wennrich darüber hinaus gefällt: „Er ist auch in der Jugendarbeit im Verein engagiert und macht auch sonst sehr viel im Verein und ist engagiert.“

Wennrich über Schrimpf: „Wenn der fit ist, wird er uns verstärken“

Etwas älter ist Patrick Simeth, den Wennrich aber auch noch zu den „jungen Wilden“ zählt, „und der sehr wichtig ist für uns“. Ein Kämpfer im defensiven Mittelfeld, der durch einen Kreuzbandriss zurückgeworfen worden sei, aber jetzt den Anschluss wieder gefunden habe. Ähnliches gelte für Elias Schrimpf, ebenfalls frisch aus der A-Jugend gekommen, aber zunächst von einer schweren Verletzung ausgebremst. Wennrich ist sich sicher: „Wenn er wieder fit ist, wird er uns verstärken.“

Grosse ist begeistert, „wie viel Spaß die Jungen reinbringen – sie sind eine absolute Bereicherung für den Verein“. Sie seien von den erfahreneren Spielern gut aufgenommen worden. Das Fazit des Abteilungsleiters: „Wir haben jetzt eine perfekte Mischung aus Jung und Alt, und ich bin froh, dass wir so eine tolle Truppe haben.“ Trainer Wennrich gefällt: „Es ist schön, zuschauen, wie die Jungs die Vorgaben umsetzen und wie sie sich ständig verbessern.“ Aber er will seine jungen Wilden nicht zu hoch jubeln und gibt ihnen mit auf den Weg: „Sie müssen sich erst über einen längeren Zeitraum im Herrenbereich beweisen und eine gewisse Konstanz an den Tag legen.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare