Dorfplatz: Bürger sollen ein Wörtchen mitreden

- VON VERONIKA SCHANDL Wallgau - Es kommt Bewegung in die ewige Debatte um den Dorfplatz. In seiner jüngsten Sitzung erklärte sich der Wallgauer Gemeinderat mit einem Grundstückstausch einverstanden - die Volks- und Raiffeisenbank Wallgau-Krün erhält den Streifen, der um das Anwesen "Zum Kirchenböbl" führt - im Gegenzug dazu bekommt die Kommune ein rund 95 Quadratmeter großes Areal am Dorfplatz. Eine Aktion, die für beide Parteien das Fundament für weitere geplante Bauvorhaben ist.<BR>

<P>Grün symbolisiert die Hoffnung - auch in Wallgau. Denn die beiden in dieser Farbe gekennzeichneten Flächen (siehe Plan) sind der Grundstein für eine weitere Entwicklung am Dorfplatz. "Aus planerischen Gründen", sagte Hansjörg Zahler, sei dieses Grundstück für die Gemeinde von Vorteil. Immerhin möchte die Kommune bereits seit Jahren den Dorfplatz neu gestalten. Eine Detailplanung liege allerdings noch nicht vor, sagte der Zweite Bürgermeister.<P>Diese exisitiert auch bei der zweiten Vertragspartei nicht. Das Kreditinstitut hat seit längerem vor, ihr altes Bauernhaus zu erneuern und dort Geschäftsräume entstehen zu lassen. Das funktioniere allerdings nur mit Partnern, die selbst für dieses Projekt rund 100 000 Euro in die Hand nehmen, betonte der Vorstandsvorsitzende Peter Reindl bereits im August. Eine Art Imbiss soll es werden. Mit der Brauerei, die für dieses Projekt mit ins Boot geholt werden soll, steht Reindl derzeit in Verhandlung. Als Voraussetzung nennt das Unternehmen unter anderem ein eigenes Gründstück vor dem Haus, das Platz für Tische bietet - dieser Streifen gehörte bisher der Gemeinde.<P>Während Bürgermeister Georg Jennewein sich für das Geschäft aussprach, hegte Peter Schäfer während der Sitzung Zweifel. "Das ist verfrüht", sagte er. Er bemängelte, dass seitens der Bank weder ein Bauantrag noch eine Detailplanung vorliege. Konkretes wird Reindl erst nach der Saison Anfang November - beide möglichen Pächter haben laufende Betriebe - mit den Interessenten weiter verhandeln.<P>Solange werde sich in Sachen Dorfplatz ebenfalls nichts tun, sagte Zahler. Seiner Ansicht nach sei es vernünftig, erst abzuwarten, wie das neue Gebäude der Bank aussieht, bevor die Verantwortlichen mit der Gestaltung des Dorfplatzes beginnen. Vor allem die Frage, was mit dem Kriegerdenkmal geschehen soll - wird es verrückt, bleibt es am aktuellen Platz - wird sich dann stellen. Um diese delikate Angelegenheit zu klären, hält Zahler es für unabdingbar, die Vereine - vor allem die Veteranen - mit in die Planung einzubeziehen. Georg Ostler, Erster Vorsitzender des Krieger- und Veteranenvereins Wallgau, sehe es am liebsten, wenn das Denkmal am bisherigen Platz bleiben könnte - wenngleich er einräumt, dass das nicht ganz "ideal" sei. Gegen einen neuen Standort hätte er nichts - "solang man darüber redet". Genau das will Zahler erreichen - denn in diesem Prozess sollen auch die Bürger ein Wörtchen mitreden.<P>

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