Dorfplatz: CSU unternimmt erneuten Vorstoß

- VON CHRISTOF SCHNÜRER Wallgau - Der Wallgauer Dorfplatz - eine unendliche Geschichte. Seit sechs Jahren beschäftigen sich die Volksvertreter mal mehr, mal weniger mit dessen Umgestaltung. Auch heute Abend (20 Uhr) kommt dieses Politikum im Gemeinderat wieder auf den Tisch. Den Anstoß hierzu hat die CSU-Fraktion gegeben.<BR>

<P>"Ein bisserl Bewegung" soll in die Causa "Dorfplatz" kommen, betont Hansjörg Zahler, Ortsvorsitzender der Christsozialen und zugleich Zweiter Bürgermeister. Was will die CSU? Zum einen beantragt sie heute die Verlagerung des Buswendeplatzes vom Zentrum ans nördliche Ortsende (Parkplatz Martersee), zum anderen wirbt sie für die Schaffung eines Arbeitskreises. Dem sollen Bauausschussmitglieder ebenso wie Anlieger angehören. "Schließlich müssen die mit den Konsequenzen leben", betont Zahler.<P>Hintergrund der schwarzen Offensive sind die endgültig ins Stocken geratenen Verschönerungspläne an exponierter Stelle. Ein kosmetischer Eingriff auf dem Dorfplatz macht nämlich nur Sinn, wenn zugleich das in die Jahre gekommene Anwesen "Zum Kirchenböbl" abgerissen und als zum Ensemble passendes Geschäftshaus wieder aufgebaut wird.<P>Eigentümerin ist bekanntlich die Raiffeisenbank Wallgau, und die würde laut Geschäftsstellenleiter Peter Reindl lieber heute als morgen damit anfangen, "aber wir werden nicht ins Blaue investieren". Was heißt: Das Geldinstitut hat immer noch keinen Interessenten, der sich in seiner Immobilie einmieten will, gefunden. Zuletzt ist im November eine Metzgerei abgesprungen. "Das Ganze ist wirklich eine zähe Angelegenheit", meint Reindl. Prognosen, wann ein Partner gefunden wird, möchte der Bankchef keine mehr abgeben. Dabei könnte es theoretisch sofort losgehen: Der vom Münchner Architekten Rudolf Reiser ausgearbeitete Bebauungsplan ist seit drei Jahren gültig und der nötige Flächentausch am Kriegerdenkmal zwischen Gemeinde und Raiffeisenbank längst vorgenommen.<P>Bürgermeister Georg Jennewein (Junge Mitarbeiter) erkennt die Verfahrenheit der Situation. "Zurzeit brauchen wir auf die Raiffeisenbank nicht warten." Allerdings glaubt er nicht, dass man mit ein bisschen Blumenschmuck weiterkommt.<P>Weitere Punkte auf der Gemeinderats-Tagesordnung: Genehmigung einer Vereinbarung zwischen Gemeinde und Landkreis wegen Ausgleichsflächen für die Ortsabrundungssatzung ("Krepelschroffen 2"); Franz und Isolde Steinmaßl, Einbau eines Schornsteins im Nebengebäude; Anton Neuner, Versetzung eines Stadels sowie Antrag der Kegelfreunde Krün/Wallgau auf Umrüstung der Kegelbahn für Ligaspiele.<P>

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