Vier Erdinger Delphine in Berlin (v. l.): Carina Michaelis (zur Unterstützung mit angereist), Felicitas Ambros, Trainer Sebastian Humm und Sophia Geyer.
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Vier Erdinger Delphine in Berlin (v. l.): Carina Michaelis (zur Unterstützung mit angereist), Felicitas Ambros, Trainer Sebastian Humm und Sophia Geyer.

Erdinger Delphine in Berlin

Drei DM-Premieren, drei Leistungsexplosionen

Mit fantastischen Ergebnissen haben Emma Grichtmair, Sophia Geyer und Felicitas Ambros ihre ersten Jahrgangsmeisterschaften in Berlin hinter sich gebracht.

Erding/BerlinVon einer DM-Teilnahme träumt jeder Sportler. Für drei Schwimmer ist es Wirklichkeit geworden: Emma Grichtmair, Sophia Geyer und Felicitas Ambros hatten sich für die Jahrgangsmeisterschaften in Berlin qualifiziert.

Grichtmair (Jahrgang 2007) durfte über 100 m Freistil an den Start. Von den vielen neuen Einflüssen zeigte sich die Schwimmerin des SC Prinz Eugen München aber ziemlich unbeeindruckt und schlug prompt in neuer Bestzeit (1:06,48 min) an. Ihre beste Leistung rief sie am zweiten Tag ab. Als Rückenschwimmerin waren die 200 m das wichtigste Rennen für sie. Aber auch hier blieb die Schwimmerin cool und verbesserte sich um fast zwei Sekunden (2:40,38 min). Ebenfalls um zwei Sekunden steigerte sie sich tags drauf über 200 m Freistil. Schon ihre Qualizeit (2:25,60 min) waren eine kleine Sensation. Dass sie in Berlin das Rennen nach 2:23,38 min beendete, machte die Athletin, ihre Eltern und Trainer Elvir Mangafic umso stolzer. Abrunden konnte Grichtmair ihre ersten Deutschen mit einer neuen Bestzeit über 50 m Freistil (30,33 Sekunden).

Auch für zwei Schwimmerinnen des TSV Erding waren die Meisterschaften eine Premiere. Für Sophia Geyer (2006) verlief die gesamte Saison wie ein kleines Wunder. Dass die Schmetterlin-gsschwimmerin in ihrem Jahrgang gut mithalten kann, war den Trainern Ralf Alscher und Sebastian Humm durchaus bewusst. Dass sie sich im Laufe der Saison aber derart steigern würde, damit war kaum zu rechnen. Geyer blieb in Berlin auch bis vor ihrem Start entspannt. So legte sie über 50 m Schmetterling einen guten Start hin und fand aber schnell ihren Rhythmus. Von Zug zu Zug wurde Geyer immer schneller und schob sich immer weiter nach vorne. Der fulminante Schlussspurt zahlte sich aus: Mit 30,75 sec erreichte sie eine neue Bestzeit und Platz 23 in einem extrem starken Teilnehmerfeld.

Auch bei Trainingskameradin Felicitas Ambros (Jahrgang 2004) liefen die Vorbereitungen gut und ließen auf ein gutes Ergebnis der Moosburgerin hoffen. Die Zeit von den süddeutschen Meisterschaften war sie bei vollem Risiko geschwommen: Vollgas auf die ersten 100 m anschwimmen und dann hoffen, dass die Kraft bis zum Schluss hält. Tatsächlich hatten in Freiburg die Kräfte nicht ganz bis zum Schluss gehalten, sodass man bei den DJM taktischer vorgehen wollte.

Die Vorgabe von Trainer Humm: ein wenig langsamer angehen, um die zweite Rennhälfte besser durchzustehen. Doch Ambros war die Nervosität vor ihrem allerersten Start bei einer deutschen Meisterschaft anzumerken. Nach dem Start war sie dann jedoch wieder ganz in ihrem Element und schwamm genau nach Plan. Mit 2:12,86 min bestätigte sie ihre Leistung der Süddeutschen ziemlich genau. „Das Rennergebnis hier ist viel höher zu bewerten, wenn man all die Einflüsse und den Druck beachtet, die hier auf die Athleten einprasseln“, resümiert Humm.   ALEKS SCHARFE

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