Drohnen-Hersteller EMT stellt weiter Personal ein

- Penzberg/Iffeldorf – Modern sieht der Bau aus, den das Penzberger Hochtechnologie-Unternehmen EMT im Iffeldorfer Gewerbegebiet zum Teil schon bezogen hat. Glas und die Farbe blau, die sich im Firmenschild wiederfindet, dominieren das Gebäude. Über dem Haupteingang erhebt sich eine Pyramide. Bis Ende Januar soll das neue Werk des Drohnen-Herstellers voll in Betrieb gehen.

von wolfgang schörner <P>Die Penzberger Firma EMT, die Diplom-Ingenieur Hartmut Euer Ende der siebziger Jahre gegründet hat, entwickelt und stellt unbemannte Fluggeräte, sogenannte Drohnen wie &#8222;Luna&#8220; oder &#8222;Aladin&#8220;, für das Militär her. Mit so großem Erfolg, dass das Unternehmen im benachbarten Iffel&#8211;dorf das Werk errichtete. <P>Der Umzug laufe noch den gesamten Januar, so Geschäftsführer Euer auf Anfrage. Penzberg bleibe aber Firmensitz, versichert er. Seinen Worten nach droht der Zentrale im Penzberger Gewerbegebiet Grube kein Abbau wegen des Iffeldorfer Werks. Im Gegenteil: Man werde in Penzberg kontinuierlich erweitern. Der Ausbau in Penzberg betrifft ihm zufolge die Entwicklung und das Versuchswesen. &#8222;Wir stellen weiter Personal ein, auch für Penzberg.&#8220; Iffeldorf habe also positive Auswirkungen auf Penzberg, bestätigt er. <P>In Iffeldorf werden im Vollausbau 100 Mitarbeiter beschäftigt sein, davon werden die Hälfte neu geschaffene Arbeitsplätze sein. Zunächst plant EMT aber einen Ausbau bis auf 50 Mitarbeiter. In Iffeldorf wird zum einen die Logistik, ein zentrales Lager für Bauteile aller Art, angesiedelt. Zum zweiten entstehen zwei große Lehrsäle, in denen die Firma Personal für die unbemannten Fluggeräte ausbildet. Drittens wird das neue Werk eine Produktionsstätte für die modernen Drohnen. <P>Das Iffeldorfer Werk ist laut Hartmut Euer ebenso dafür vorgesehen, Fluggeräte für die zivile Nutzung herzustellen. &#8222;Es hätte die nötigen Räumlichkeiten&#8220;, so der Firmenchef. Das hängt aber davon ab, wann das Luftfahrt-Bundesamt die rechtlichen Voraussetzungen für die zivile Nutzung schafft. Wie berichtet, rechnet Hartmut Euer damit, dass es &#8222;in drei bis fünf Jahren&#8220; soweit ist. Ihm zufolge könnten die Fluggeräte zum Beispiel zur Überwachung von Gewässern und Industriekomplexen, zur Beobachtung von Waldbränden oder zum Erstellen von Luftkarten eingesetzt werden. <P>Wird die zivile Nutzung erlaubt, könnte sich laut Firmenchef Euer die Belegschaft in Iffeldorf auf 100 verdoppeln. Bis es soweit ist, bleibt die Produktion (bis auf den &#8222;Fancopter&#8220;, der zu klein ist, um eine zivile Zulassung zu brauchen) auf das Militär beschränkt. Dort sind die Hochtechnologie-Produkte der Firma EMT begehrt. Die Bundeswehr setzt sie im Kosovo und in Afghanistan ein, wo die Bündnistruppen der Deutschen die Drohne &#8222;Luna&#8220; gerne auch im umkämpften Süden sehen würden. <P>

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