Mey & Edlich meldet Insolvenz an

- Modefirma hat 60 Beschäftigte in München

Der traditionsreiche Mode-Fachhändler Mey & Edlich, in dessen Münchner Filiale an der Theatinerstraße rund 60 Mitarbeiter beschäftigt sind, hat Insolvenzantrag gestellt. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé mitteilte, wird der Geschäftsbetrieb des Unternehmens mit bundesweit zehn Filialen und 220 Mitarbeitern vorerst weitergeführt. "Bis auf weiteres ändert sich nichts", sagte ein Sprecher Jaffés auf Anfrage.

Mey & Edlich habe in den vergangenen Monaten wegen der schwachen Konjunktur und flauen Konsums Umsatzeinbußen erlitten, hieß es. Dies habe zu einem Liquiditäts-Engpass und schließlich zur Insolvenz geführt. Oberstes Ziel sei die Sicherung der Liquidität und Warenausstattung in Gesprächen mit Banken und Lieferanten sowie die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes für die Mitarbeiter. Dann werde auch mit potenziellen Investoren verhandelt. Nach Angaben des Sprechers soll versucht werden, die Arbeitsplätze "weitestgehend zu erhalten". Dies sei allerdings "von vielen Unwägbarkeiten abhängig".

Das 1867 in Plagwitz bei Leipzig gegründete Unternehmen hat seine Zentrale in München. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Firma durch die Fabrikation des "Mey-Papierkragens" weltweit bekannt. Überdies gilt sie als Vorreiter beim Versandhandel in Deutschland. Mey & Edlich war lange Zeit als Edel-Ausstatter in erstklassigen Stadtlagen erfolgreich.ar

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