"Einbahnregelung Erfolg"

- OB Peter Bürgel führt Zahlen an - Geisterfahrer

Dachau (tor) - Von einem "zahlenmäßigen Erfolg" spricht OB Peter Bürgel in Sachen Einbahn-Regelung in der Altstadt. Als Beleg führt er Messungen bzw. Zählungen an, die Ende Juli durchgeführt wurden. Danach fahren kaum weniger Fahrzeuge als vorher durch die Altstadt. Dafür wird sogar langsamer gefahren, und es gibt weniger Behinderungen.

Genau 8,2 Prozent weniger Kfz als im Vergleichszeitraum Ende März wurden in der Altstadt notiert. Neun Tage lang war auf Höhe des Kochwirts anonym gezählt und gemessen worden. Gegenüber vorher 30 595 Fahrzeugen kam man jetzt auf 28 085. Deshalb könne man schon "von einem zahlenmäßigen Erfolg der Probephase" sprechen, so Bürgel. "Gegenüber den Befürchtungen einiger Kritiker" habe sich die Gesamtfrequenz nur geringfügig reduziert: "Somit hat der allergrößte Teil der Verkehrsteilnehmer die Regelung akzeptiert und angenommen", findet das Stadtoberhaupt.

Signifikant ist für Bürgel auch den Rückgang der Geschwindigkeit. Hier wurde festgestellt, dass nur noch 19,5 Prozent schneller als die erlaubten 30 km/h fahren (gegenüber vorher 27,2). Schneller als 40 fahren sogar nur noch 0,8 Prozent (2,2).

Ein Problem sind noch die Geisterfahrer: Täglich werden 20 bis 25 gezählt, die die Augsburger Straße aufwärts fahren. Da die Beschilderung deutlich erkennbar sei, handele es sich anscheinend überwiegend um Personen, die die Regelung ignorierten und z.B. weiter über den Karlsberg abkürzten. Das Erfreuliche überwiege aber; so komme es im Gegensatz zu früher nirgends mehr zu Behinderungen, an den Engstellen gebe es wegen Lieferverkehr keine Rückstaus mehr.

Im September soll noch einmal gemessen werden, um dann abschließend eine Beurteilung vorzunehmen.

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