Eine Pionierin, zwei Debütantinnen

Miesbach - In 43 Tagen, am 12. Februar, beginnen in Vancouver (Kanada) die XXI. Olympischen Winterspiele – der Höhepunkt für viele Sportler. Der Landkreis ist schlagkräftig vertreten – ein Überblick zum aktuellen Stand.

Bis jetzt hat ein Trio die Tickets nach Vancouver bereits in der Tasche: die Snowboarderin Amelie Kober (SC Miesbach), die Skifahrerin Viktoria Rebensburg (SC Kreuth) und die Rennrodlerin Natalie Geisenberger (ASV Miesbach).

Kober, die mit dem zweiten Rang beim Weltcup in Telluride Mitte Dezember schon früh die Qualifikation geschafft hat, bestreitet in Vancouver ihre zweiten Olympischen Spiele. Vor vier Jahren holte die heute 22-Jährige aus Fischbachau überraschend Silber im Parallel-Riesenslalom (PGS). Und auch diesmal ist Kober Mitfavoritin, die PGS-Gesamt-Weltcupgewinnerin ist das Aushängeschild des Snowboardverbandes Deutschland. Um die Belastung weiß sie selbst gut genug. „Wichtig ist, dass man nicht so viel darüber nachdenkt. Aber den größten Druck, den macht man sich selbst.“

Bevor die Snowboarderin allerdings am 26. Februar in Cypress Mountain an den Start geht, stehen noch einige Weltcups auf dem Programm. Anfang Januar geht es nach Kreischberg (Österreich), Mitte Januar nach Nendaz (Schweiz), Ende Januar nach Stoneham (Kanada). Beim letzten Weltcup vor den Olympischen Spielen könnte die 22-Jährige noch einmal richtig Selbstbewusstsein tanken: Am Samstag, 6. Februar, geht am Sudelfeld ihr Heimrennen über die Bühne.

Nur ein paar Tage später, am 15. und 16. Februar, wird Natalie Geisenberger ihr olympisches Debüt geben: Auf der Rennrodelbahn in Whistler stehen vier Durchgänge an. „Ich freue mich schon wahnsinnig auf meine ersten Olympischen Spiele“, sagt die 21-Jährige. Auch bei ihr sind Medaillenhoffnungen berechtigt: Die Europameisterin und Vize-Weltmeisterin aus Miesbach dominiert mit ihrer Teamkollegin Tatjana Hüfner den Weltcup. Selbst eine Fußverletzung konnte sie nicht aus der Bahn werfen. Nach vier von acht Rennen liegt Geisenberger auf dem zweiten Rang im Gesamt-Weltcup.

Der fünfte Weltcup steht am Samstag, 2. Januar, in Königssee an. Danach folgen noch Starts in Winterberg, Oberhof und Cesana, ehe es nach Vancouver geht.

Das Ticket in die Stadt an der kanadischen Westküste hat Viktoria Rebensburg gleich im ersten Riesenslalom-Weltcup Ende Oktober in Sölden gelöst: „Das ist ein Traum, besser kann es gar nicht laufen“, jubelte die 20-jährige Juniorenweltmeisterin. Die Kreutherin war bislang im Weltcup sehr gut drauf, löste beim Super-G in Val d’Isère am 20. Dezember als Achte gleich noch ein weiteres Olympia-Ticket. In Whistler Creekside wird am 20. Februar der Super-G über die Bühne gehen, am 24. Februar startet Rebensburg in ihrer Paradedisziplin, dem Riesenslalom. Das Vertrauen von DSV-Cheftrainer Mathias Berthold hat sie allemal, und er hat einen weiteren Vorzug der Kreutherin erkannt: „Vicky ist vernünftiger geworden.“ sw

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