Mit einfachen Mitteln besiegt

- VON ROLAND HALMEL Weilheim - Die Hoffnungen der Weilheimer Handballer, beim Heimspiel gegen den SV Pullach an die gute Leistung der Vorwoche in Murnau anzuknüpfen und noch einmal Selbstvertrauen für den Abstiegskampf zu sammeln, erfüllten sich nicht. "Das war ein schlechtes Spiel von uns", musste auch Weilheims Coach Dieter Pausch nach der 23:27 (11:12)-Heimniederlage zugeben, mit dem sein Team jetzt schon seit sieben Spielen auf einen doppelten Punktgewinn wartet.<BR>

Was ihn vor allem wurmte, war die enorm schlechte Chancenverwertung seiner Schützlinge. Mit vier Strafwürfen sowie einer Reihe bester Möglichkeiten scheiterten die Weilheimer am - zugegebenermaßen starken - Pullacher Torhüter. "Dadurch haben wir das Spiel selbst verloren", ärgerte sich Pausch. Auch die TSV-Abwehr, die in Murnau noch gut gestanden HANDBALL hatte, ließ sich durch den Pullacher Rückraum immer wieder aushebeln. "Die haben ganz einfaches Handball gespielt und unsere Lücken genutzt. Wir haben uns zu jedem Tor gequält", analysierte Pausch.<P>Während des Spiels verschlug es ihm oftmals förmlich die Sprache ob der Nachlässigkeiten in der eigenen Hintermannschaft, die das simple, aber effektive Pullacher Angriffspiel einfach nicht zu unterbinden wusste. Von Beginn an rannten die Weilheimer so einem Rückstand hinterher, der vor der Pause aber nie größer als zwei Treffer war.<P>Den Start in die zweite Hälfte verschliefen die Gastgeber dann völlig. Ehe sie sich versahen, lagen sie mit 11:15 hinten (34.). Die Pullacher, die nur mit zwei Auswechselspielern angereist waren, waren in dieser Phase dagegen hellwach, da sie mehrmals ihre zweite Chance nach einem abprallenden Ball in einen Treffer ummünzten, während die Weilheimer staunend danebenstanden. Den Vorsprung verteidigten die Gäste in der Folge ohne große Mühe, da sich die TSV-Herren nach einem hart erkämpften Treffer mehrmals leichtfertige Fehler in Angriff oder Abwehr leisteten.<P>Im Gegensatz zu den Hausherren, die regelmäßig am Torhüter oder an den eigenen Nerven scheiterten, nutzte der Sechste der Bezirksoberliga seine Chancen eiskalt aus. Nachdem die Weilheimer es zudem versäumt hatten, das Tempo über die gesamte Distanz hoch zu halten, hatten die Ersatzgeschwächten Gäste am Ende auch noch genügend Luft, den Sieg locker nach Hause zu schaukeln.<P>Tore für Weilheim: Peter Kreitmeir (5/3 Siebenmeter), Oliver Pausch (4), Felix Becker (4), Max Pröll (4), Stefan Gärtner (3), Andreas Kurzrock (3).<P>

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