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Erding lädt zum S-Bahn-Gipfel

- Neue Interessengemeinschaft will Ringschluss durchsetzen

VON PETRA DERLETH Erding - Mit einer "IG Ringschluss S 6" wollen die S-Bahn-Gemeinden zwischen Poing und Erding sowie die Moosinning, Oberding, Eitting und Berglern den Bahnanschluss Ostbayerns an den Flughafen forcieren. Darauf einigten sich die Bürgermeister bei einem internen Vorgespräch am Mittwoch im Erdinger Rathaus.

Das Hauptanliegen sei es, die gesamte Region vom Verkehr zu entlasten, erklärte gestern Bürgermeister Karl-Heinz Bauernfeind, der die IG angeregt hatte, in einem Pressegespräch. "Es geht nicht darum, dass die Bürgermeister ein Spielzeug bekommen und sich gegenseitig auf die Schulter klopfen können. Die Bevölkerung erstickt im Verkehr", betonte der Stadtchef. Den Zeitpunkt, die Gründung der IG jetzt anzuregen, habe er bewusst mit Blick auf die Landtagswahl im kommenden Jahr gewählt. "In der Interessengemeinschaft sind Bürgermeister aller politischen Couleur, die ihre Verbindungen zu den Abgeordneten nutzen werden."

"Wasser auf unseren Mühlen" seien die immer lauter werdenden Forderungen von Landes- und Bundespolitikern, künftig vor allem das Schienennetz auszubauen, weil der Straßenbau erstens teuer sei und zweitens sehr viel Land verbrauche.

Seit dem Abschluss des Raumordnungsverfahrens im März 1992, also kurz vor Eröffnung des neuen Flughafens, "dümpelt der Ringschluss vor sich hin". Dabei könnten nach Schätzung Bauernfeinds eine Million Menschen in Ostbayern bis hinunter nach Freilassing, Salzburg, Traunstein, Altötting und sogar das Rottal davon profitieren, da mit dem Ringschluss auch der Anschluss an die Bahnverbindung Freilassing-Mühldorf München verbunden wäre. Auch die Stadt Mühldorf arbeite an einer Art Zweckverband mit mehreren Kommunen, darunter Salzburg.

"Ein Riesengebiet würde damit erschlossen", so Bauernfeind, der das Argument nicht zulässt, der Ringschluss wäre unwirtschaftlich. Da es bisher kein Angebot gebe, entbehre eine solche Behauptung einer Berechnungsgrundlage.

Die Bürgermeisterkollegen hätten seinen Vorschlag durchwegs positiv aufgenommen und bereits das weitere Prozedere festgelegt. Die IG soll im Erdinger Rathaus tagen, die Stadt Erding wird die Administration übernehmen. Die Presse soll die Sitzungen nicht nur als Berichterstatter, sondern als aktiver Gesprächspartner begleiten. Zur ersten Sitzung werden außerdem die Neue Messe Riem und personalintensive Wirtschaftsunternehmen eingeladen, die vom Ringschluss profitieren würden. Auch die Flughafen München Gesellschaft will Bauernfeind ins Boot holen: "Der neue Geschäftsführer Dr. Michael Kerkloh wünscht ausdrücklich eine engere Zusammenarbeit mit Erding."

Derzeit rücke der Ringschluss in den Prioritäten der Verantwortlichen immer weiter nach oben, meint Bauernfeind. Dass es schon eine konkrete Kostenstelle in den öffentlichen Haushalten gäbe, habe er allerdings nicht gehört: "Bislang haben nur die Gemeinde Oberding und die Stadt Erding Bereitschaft signalisiert, sich notfalls finanziell zu beteiligen."

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