Niemand war so fleißig beim Freisinger 24-Stunden-Schwimmen wie die Erdinger Delphine.
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Niemand war so fleißig beim Freisinger 24-Stunden-Schwimmen wie die Erdinger Delphine.

24 Stunden Schwimmern für einen guten Zweck

Die Erdinger Marathon-Schwimmer

Beim Event „swim for good“ des Rotary Club München Flughafen waren die Erdinger Delfine als größte Schwimmgruppe vertreten. Es gab keine Sekunde in der nicht mindestens einer der Teilnehmer des TSV Erding im Wasser war.

Erding 24 Stunden lang kraulten die Delphine des TSV Erding ununterbrochen für einen guten Zweck im Freisinger Schwimmbad „fresch“ durchs Wasser. Mit fast 50 Teilnehmern waren die Erdinger damit die größte Schwimmgruppe, die an diesem Wochenende unter dem Motto „swim for good“ bei dem vom Rotary Club München Flughafen veranstalteten Event antrat. Insgesamt kamen allein 11 500 Euro Sponsorengelder für den guten Zweck zusammen.

Bereits am Samstagvormittag ging es auf dem Freibadgelände mit den Vorbereitungen los. Für Unterhaltung war während des Events ebenfalls gesorgt: Kostenlose Fitness- und Yogakurse, verschiedene Gewinnspiele und auch eine Autogrammstunde mit Boxprofi Simon und Schwimmtalent Amelie Zachenhuber standen auf dem Programm.

Um 12 Uhr dann der Startschuss. Es verging nicht eine Sekunde, in der nicht mindestens ein Teilnehmer des TSV Erding im Wasser war. Das wurde schließlich auch reichlich belohnt, denn im gesamten Teilnehmerfeld räumten die Delphine zahlreiche Preise ab. Zum einen stellten sie mit Winfried Eckert (Jahrgang 1947) den ältesten Teilnehmer des Events, der es auf 11,5 Kilometer brachte, von denen er einige Kilometer auch mitten in der Nacht schwamm.

Außerdem ging der erste Platz in der Jugendwertung weiblich an Nina Hoffmann (Jahrgang 2005), die mit 20,3 Kilometer knapp sieben Kilometer Vorsprung hatte vor der Zweitplatzierten Victoria Habrunner (Jahrgang 2007), die ebenfalls bei den Delphinen trainiert. Hoffmann war stolz und überrascht zugleich über ihre Leistung: „Eigentlich ist das total langweilig, die ganze Zeit nur hin und her, immer nur Kraul, aber irgendwie setzt man sich jedes Mal ein neues Ziel. Noch ein Kilometer mehr, und dann noch einer. Und dann macht das total Spaß.“

Die jüngste Schwimmerin des TSV Erding, Lena Birkner (Jahrgang 2009), sorgte aber mit 9500 Metern ebenfalls für mächtig Aufsehen, besonders in ihren zwei „Nachtschichten“ von jeweils 20 Minuten.

Bei den Buben freute sich Maximilian Samhuber (Jahrgang 2002) über den dritten Platz mit einer Streckenleistung von 15 550 Metern. In der Nachtwertung der Jugend konnte er sogar die meisten Meter gutmachen, sodass der Sieg in dieser Wertung an ihn ging. Bei den Mädchen gingen die Podestplätze der Nachtwertung ebenfalls an Hoffmann, Habrunner und Birkner. So überraschte es nicht, dass vor allem in den letzten Stunden am Morgen nochmal alle hoch motiviert ins Wasser sprangen, um für das Team noch die entscheidenden Meter zu sammeln.

278 der insgesamt 1778 geschwommenen Kilometer gingen allein auf das Konto des TSV Erding – womit die Delphine in der Gesamtheit weit vorn lagen. Zur Belohnung gibt es für das gesamte Team eine Lichterfahrt am Flughafen München. Organisator Sebastian Humm, der sich als stellvertretender Abteilungsleiter der Delphine besonders über das Ergebnis seiner Schützlinge freute, darf auf ein vollends gelungenes Wochenende zurückblicken „Wir hoffen, dass es auch 2020 eine Neuauflage des 24 Stunden Schwimmens geben wird. Das Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv.“ Auch die Schwimmer des TSV Erding sind motiviert, um im nächsten Jahr vielleicht sogar die 300-km-Marke zu reißen.  ag

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